Kindermette
Wunderbare Weihnachtsstimmung
Engel brachten das Friedenslicht aus Bethlehem
Engel brachten das Friedenslicht aus Bethlehem
Foto: Roland Dietz
Marktgraitz – Die „Graatzer Kindermette“ auf dem Marktplatz wurde für alle zu einem schönen Erlebnis

Wie schon im vergangenen Jahr konnte wegen der Corona-Pandemie die „Graatzer Kindermettte“ be nicht im Gotteshaus „Zur heiligsten Dreifaltigkeit“, sondern nur im Freien auf dem Marktgraitzer Marktplatz stattfinden. Das Wetter hatte es gut gemeint mit den schätzungsweise rund 250 Besuchern. Für die Kinder, die Mamas und Papas, die Omas und Opas und sonstige Besuchern am Heiligen Abend wurde die Feier ein sehr schönes Erlebnis.

Da war zum einen das moderne Krippenspiel, das vom Familiengottesdienstteam mit einigen Kindern vorbereitet worden war. Mit einer schönen Einstimmung durch das weihnachtliche Musikstück „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel begrüßte die Blaskapelle die Teilnehmer. Mit „Tochter Zion“ ist die Stadt Jerusalem gemeint, die sich freuen soll, weil der Sohn Davids, also Jesus, als Friedensbringer zu ihr kommen wird. Diese Vorfreude war bei allen sofort spürbar, als Pfarrer Lars Rebhan alle großen und kleinen Weihnachtsfreudigen willkommen hieß.

Engel bringen das Friedenslicht

Zum Lied „Alle Jahre wieder“ wurde dann das Friedenslicht von Betlehem von zwei Engeln auf den Platz gebracht. Nach einem kurzen Kyrie und einem Gebet konnte es dann schon los gehen mit dem Krippenspiel. Schön war, dass alle Besucher aktiv mit einbezogen worden sind, indem sie die Rollen der Hirten vom Oberhirten (gespielt von Nicole Werr) nachsprechen mussten. Und die Sprechpassagen wie die des Josef hatten es in sich: „Beschwerlicher Weg nach Bethlehem, 100 Kilometer laufen mit Frau und Kind, wie soll das geh’n – ich kann die Römer nicht versteh’n.“

Oder bei der Herbergsuche im Gasthof „Zum Bären“ und im Gasthof „Zum Schäflein“: „Geht halt rüber in den Stall, da habt ihrs warm auf jeden Fall.“ Und dann sollten Hirten kommen: „Hirten stehlen, stinken, haben keine Rast, sperrt sie doch gleich ein in den Knast.“ Doch die Hirten waren es, nachdem sie von den Engeln verständigt worden waren, die der kleinen Familie mit dem Neugeborenen Decken, Brote, Honig und Milch brachten.

Dekan ermutigt zu Solidarität

In seiner Ansprache ermutigte Dekan Rebhan die Teilnehmenden zu Solidarität, wie sie die Hirten im Spiel gezeigt hätten. In einer Zeit starker Reglementierungen, wie sie auch Josef in der Anordnung der Volkszählung erlebt hatte, sei es entscheidend, auf die Zusage Gottes zu vertrauen, die Josef und die Hirten im Zuspruch der Engel erlebt hätten.

Eine wunderbare weihnachtliche Atmosphäre bot der Marktplatz mit dem Eintritt der Dunkelheit durch den beleuchteten Weihnachtsbaum, das knisternde Hirtenfeuer, den Weihnachtssegen und das gemeinsamen Lied „Stille Nacht“.