Branbekämpfer
Feuerwehrmann: Ein Leben für die Kameradschaft
Lang, lang ist es her: Klaus Meixner zeigt ein altes Foto, das nach einer Generalversammlung der Freiwillige Feuerwehr Döringstadt entstanden ist. Gerade mal 27 Jahre war er damals alt.
Lang, lang ist es her: Klaus Meixner zeigt ein altes Foto, das nach einer Generalversammlung der Freiwillige Feuerwehr Döringstadt entstanden ist. Gerade mal 27 Jahre war er damals alt.
Foto: Corinna Tübel
F-Signet von Corinna Tübel Fränkischer Tag
Döringstadt – Klaus Meixner ist seit 40 Jahren Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Voller Stolz erzählt er von seiner Zeit bei der freiwilligen Feuerwehr.

Sechs Leistungsabzeichen, zwei Brände im Ort, unzählige Einsätze und vor allem eine ganz besondere Kameradschaft prägen das Engagement von Klaus Meixner.

Heute ist er immer noch in der Freiwillige Feuerwehr Döringstadt aktiv. „Damals war das so, dass man auf dem Dorf mit 18 Jahren zur Feuerwehr gegangen ist“, erzählt Klaus Meixner aus Döringstadt.

Dass man 40 Jahre Mitglied und aktiv ist, ist aber bei weitem keine Selbstverständlichkeit.

Ehrung der Gemeinde steht schon bald an

Genau so verhält es sich aber bei dem 60-Jährigen, der bald von der Marktgemeinde Ebensfeld für sein langjähriges Engagement geehrt wird.

Lange hat er als Teenager seinen 18. Geburtstag herbeigesehnt, denn erst dann durfte man damals den Freiwilligen Feuerwehren, so auch in Döringstadt beitreten.

Gemeinsam mit vielen Freunden und mit viel technischem Interesse nahm er an den Übungen teil. „Die waren meistens am Sonntag, oft nach der Kirche“, erinnert er sich schmunzelnd.

Immer wieder proben für den Ernstfall

Einerseits probte man den Ernstfall bei Bränden, Unfällen,Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen.

Dieser trat auch ein: Besonders zwei Brände in Döringstadt, bei denen einmal eine größerer Wiese, einmal eine Scheune gebrannt haben, sind ihm bis heute im Gedächtnis geblieben.

Die betroffene Familien habe er gekannt. „Zum Glück konnte die Feuerwehr Schlimmeres verhindern.“

Leistungsabzeichen als Training absolviert

Eine gute Trainingsmöglichkeit bieten daher auch die Bundesleistungsabzeichen des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Stolz präsentiert Klaus Meixner seine sechs Medaillen, die auch sportlichen Wettbewerb, aber vor allem Übung und Festigung von in der Feuerwehr üblichen Handgriffen bedeuten.

Das Abzeichen in „Gold-Rot“ ist dabei die ranghöchste Auszeichnung des Freistaates Bayern. „Wir haben diese Abzeichen innerhalb von 15 Jahren erlangt, das war eine sehr intensive Zeit und wir haben sehr viel gelernt.“

Inhalte sind Theorie- und Praxisaufgaben etwa zur Gerätekunde oder Ersten Hilfe.

Nach wie vor stolz auf die Gemeinschaft und die Geselligkeit

Auch entsprechende Hilfsmaßnahmen müssen nachgestellt und demonstriert werden. Den Stolz trägt Klaus Meixner noch heute in sich: Stolz auf die Leistung in der Gemeinschaft.

Denn die ist eine ganz Besondere: „Die Kameradschaft macht uns aus. Man geht gemeinsam auch durch Gefahr.“ Doch auch die Geselligkeit komme nicht zu kurz: So organisiert die örtliche Feuerwehr etwa auch das Johannifeuer.

Vertrauen in die Feuerwehr und die nachfolgende Generation

Der 60-Jährige agiert zur Zeit mehr im Hintergrund und ist voller Vertrauen: „Die Jungen machen das schon.“

Auch auf die weiteren Veränderungen in der Feuerwehr blickt Klaus Meixner zuversichtlich. Vor allem die neuen Feuerwehrfahrzeuge interessieren ihn. „Fast jede kleine Feuerwehr hat ein eigenes Auto,“ beobachtete er und freut sich dabei auch auf den Tag, an dem der Zug-Traktor der Freiwilligen Feuerwehr Döringstadt abgelöst wird.

Das technische Interesse liegt dem ruhigen Mann in der Natur. Als gelernter Baumaschinenführer ist er heute Vorarbeiter und hat die Verantwortung für alle Mitarbeiter seines Baustellenabschnitts.

Zum FC Schalke nach Gelsenkirchen ins Stadion

In seiner Freizeit kommt er deshalb mit „einfacher“ Technik aus: Als eingefleischter Schalke-Fan fiebert er bei jedem Spiel im Fernsehen mit. Zwei Mal im Jahr fährt er mit einem Freund die rund 480 Kilometer ins Gelsenkirchener Stadion und unterstützt das Team vor Ort.

An Aufhören bei der Feuerwehr denkt er noch lange nicht: „Ich mache schon noch aweng, solange es geht.“

 

Lesen Sie auch:

 

 

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: