Entlassfeier
Burgkunstadt: das Abi in der Tasche
Das sind die sechs Schulbesten am Gymnasium Burgkunstadt (oben v.  l.) Eliah Höfer, Linus Schöb und Leon Vogel sowie (unten v. l.) Julia Gerner, Michelle Hattel und Vanessa Firnstein. Mit ihnen freuten sich Schulleiterin Lydia Münch  und stellvertretende Landrätin Monika Faber.
Das sind die sechs Schulbesten am Gymnasium Burgkunstadt (oben v. l.) Eliah Höfer, Linus Schöb und Leon Vogel sowie (unten v. l.) Julia Gerner, Michelle Hattel und Vanessa Firnstein. Mit ihnen freuten sich Schulleiterin Lydia Münch und stellvertretende Landrätin Monika Faber.
Foto: Stöckel
Burgkunstadt – 73 Absolventen gibt es 2021 am Gymnasium Burgkunstadt.

In feinem Zwirn und zu den harten Klängen der Hardrocklegende „AC/DC“ („Back in Black“) zogen die 73 frischgebackenen Abiturienten in die Obermain-Halle ein. Hart waren für sie auch die vergangenen zwei Jahre gewesen, in denen Distanzunterricht und das Tragen von Schutzmasken ihren Schulalltag bestimmte.

Doch Aufgeben kam für sie nicht in Frage, wie Michelle Hattel, die gemeinsam mit Leonie Merkl die Abiturrede hielt, herausstrich: „Wir alle haben durchgehalten, als uns am wenigsten danach war, als so viel anderes wichtiger erschien, als die Welt im Ausnahmezustand war. Und das verdient Respekt.“

Den hat sich die Altenkunstadterin redlich verdient: Gemeinsam mit Linus Schöb aus Redwitz krönte sie ihre Schullaufbahn mit der Traumnote 1,0. Wie meisterten die beiden die schwierige Zeit? „Mit Disziplin und Routine“, erklärte Hattel . Schöb nickte ihr zu und ergänzte: „Indem man ein Ziel vor Augen hat.“

Das reichte bei der Altenkunstadterin über das Abitur hinaus. Der Wunsch, einmal Medizin zu studieren, habe sie zu dem erstklassigen Abschluss angespornt. Hattel ist naturwissenschaftlich interessiert und liebt es, Menschen zu helfen.

Schöb wiederum möchte Informatiker werden. Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig Digitalisierung für die Gesellschaft sei, betonte er.

Vier weitere Schüler und Schülerinnen erzielten einen Notendurchschnitt besser als 1,3: Vanessa Firnstein aus Weismain, Eliah Höfer aus Redwitz, Leon Vogel aus Altenkunstadt (alle 1,1) und Julia Gerner aus Weismain (1,2). Insgesamt 32 der 73 Absolventen glänzten mit einer 1 vor dem Komma, was einem hervorragenden Durchschnitt von 44 Prozent entspricht.

Um in Pandemiezeiten den Mindestabstand zu wahren, wurde hintereinander in drei Blöcken verabschiedet. Voll des Lobes war Schulleiterin Lydia Münch für ihre ehemaligen Schüler. Als Beispiel griff sie die mündlichen Prüfungen heraus, die viele mit beeindruckender Selbstsicherheit gemeistert hätten. „Eine Prüfung mit der Höchstpunktzahl 15 – da freut sich das Lehrerherz.“

Am Ende ihrer Rede schlug die Rektorin den gedanklichen Bogen von der Drei-G-Corona-Regel „getestet, genesen und geimpft“ zu einer anderen Regel mit klein g und e geschrieben: „Ihr habt euch an die die Drei-g-Regeln der Schule gehalten: Ihr seid gewachsen, habt euch gebildet und seid gereift.“ Die Zeit der Pandemie hatte den jungen Leuten in den vergangenen zwei Schuljahren zusätzliche Herausforderungen beschert. Oberstufenkoordinator Frank Daum ermunterte sie, die dabei gemachten Erfahrungen zu bewahren und das Verpasste nachzuholen.

Den Weg zurück finden

Stellvertretende Landrätin Monika Faber legte den jungen Leuten ans Herz, nach einem Studium oder einer Ausbildung in der Ferne wieder in die Heimatregion zurückzukehren: „Wir brauchen junge und gut ausgebildete Menschen, die die Zukunft des Landkreises Lichtenfels mitgestalten.“

Ralf Scholl vom Elternbeirat wünschte den Absolventen, neue Ziele ins Auge zu fassen und zu erreichen. In den beiden anderen Blöcken wünschten Tristan Rinker und Frank Novotny vom Elternbeirat, Konrad Herold vom Förderverein und Thomas Kleberlein von der Schülermitverwaltung den ehemaligen Gymnasiasten viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.

Rund um die Abifeier

Preise Für ihr gemeinnütziges Engagement wurden Nora Glaß und Tobias Pfaff mit dem Preis des Fördervereins geehrt.

Musik Dafür sorgten Saxophonist Thomas Keberlein (Q11), Klarinettistin Vanessa Virnstein, Marimbophonspieler Pascal Krybus (beide Q12), Pianisten Ann-Sophie Redinger (Q11) und Constantin Rinker (8a) und die Sänger Franziska Tungl und Tilmann Barthel (beide Q11).

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