Ausflug
Wohin? „Hauptsache aweng fort“
„A Haufn Schreiberei und Ärbert“, grinst Georg Müller vergnügt. Aber sie lohnt sich für die Kultur- und Freizeitfreunde.
„A Haufn Schreiberei und Ärbert“, grinst Georg Müller vergnügt. Aber sie lohnt sich für die Kultur- und Freizeitfreunde.
Foto: Monika Schütz
Bad Staffelstein – Die Kultur- und Freizeitfreunde Bad Staffelstein durften nach der langen Corona-Pause wieder für eine Fahrt durchstarten.

Alles wie sonst? Auf den ersten Blick vielleicht. Zustiegsmöglichkeiten wie sonst, auch die Abfahrtszeiten sind gleich geblieben, ebenso die zum Schmunzeln anregende Tatsache, dass manche Stammgäste stets eine halbe Stunde vor Reiseantritt schon auf den Bus warten. Der zweite Blick ist anders: Ein geschäftiger Georg Müller, der am Telefon sitzt, der bei Ämtern wegen der sich ständig ändernden Bestimmungen Auskunft einholt und der als Ansprechpartner bei den Kultur- und Freizeitfreunden einiges zu organisieren hat.

Seit dem Herbst 2020

Nach einer neunmonatigen Zwangspause bedingt durch die Corona-Pandemie, fand dieser Tage der erste Seniorenausflug seit dem Herbst 2020 statt. Damals ging es nach Thüringen: Ein voll besetzter Bus mit 55 Gästen war unterwegs zur  „Blockhütte“ in Sonneberg. In Thüringen galten zu dieser Zeit andere Vorschriften als in Bayern.

Dann war Schluss mit den Fahrten. Auch die Reiseunternehmen mussten ihre Aktivitäten einstellen, eine Fahrt für Touristen war nicht mehr erlaubt. Bis zum Freitag, 4. Juni 2021: Die stark gesunkenen Inzidenzen machen Halb- und Ganztagesfahrten ab sofort wieder möglich. „Ich habe heute alle Register gezogen“, freute sich Busfahrer Viktor. Der 40-Jährige empfing seine Fahrgäste mit perfekter Garderobe und strahlendem Lächeln. „Das ist für mich sehr wichtig heute“, fügt er hinzu.

Sein Job an diesem allerersten Tag war aber nicht nur das Fahren, sondern zuvor die Kontrolle der Impfpässe seiner Fahrgäste. Das Lichtenfelser Busunternehmen Gutgesell, das für die Vereinsabteilung „Reisen und Senioren“ genau zum 50. Mal gebucht war, durfte 28 Passagiere an Bord nehmen. Doch die Reiseauflagen waren noch immer da: „Im Bus besteht Maskenpflicht. Der Impfpass für zweimal Geimpfte ist vorzulegen, alle anderen Teilnehmer müssen einen negativen Schnelltest nachweisen. Bitte Test mitbringen“, so waren die Bedingungen bei der Anmeldung.

Kein Problem

Für Berthold Weber kein Problem. Der Bad Staffelsteiner machte vormittags zusammen mit elf weiteren Fahrgästen einen Schnelltest bei der neuen Abstrichstelle in der ehemaligen Hypo-Bank. Alle anderen sind bereits geimpft und hatten ihre Ausweise dabei.  „Wo’s gutes Bier und Brotzeit gibt, da fahr ich mit“, sagt Weber lachend.

„Ich fahr immer mit“

Auch Roswitha Riedel ist glücklich, dass es wieder hinausgeht: „Wir freuen uns riesig. Ich fahr immer mit, auch nächstes Mal!“

Ideen für einen Ausflug hat Georg Müller immer: Bedingung: Das Ziel sollte längstens innerhalb einer Stunde erreichbar sein und jedes Ziel muss für Gehbehinderte unbedingt geeignet sein.

Nächster Seniorennachmittag: Donnerstag, 17. Juni, St.-Georgenberg bei Bad Rodach mit Besuch der Henneberger Warte. Abfahrt: 12.40 Uhr am Kunigundenweg, 12.50 Uhr am Birkenplatz, 13 Uhr Angerstübla und 13.02 Uhr am alten Feuerwehrhaus. „Wir holen unsere Fahrgäste auch gerne ab und bringen sie zum Bus“, verspricht Georg Müller.

Wohin geht es?

Die Altersgruppe, die zahlenmäßig am meisten im Verein vertreten sei, sei meist nicht mehr mobil. Gerne dürften auch Nichtmitglieder mitfahren. Informationen gibt es bei Georg Müller, Telefon 09573/1062 oder 01578/5737980.

Wo geht es denn eigentlich zur ersten Fahrt nach der Corona-Zwangspause hin, Herr Müller? „Egal wohin, Hauptsache aweng fort“, grinst der Befragte über beide Ohren und antwortet gut gelaunt: „Die Fahrt geht nach Roßdorf am Forst mit Einkehr und Brotzeit in der Brauerei Sauer – Kommens einfach mit!“