Fußball
FC Lichtenfels kämpft sich aus dem Keller
Gebrauchter Tag für den SC Sylvia Ebersdorf um Tayfun Özdemir (weißes Trikot), der die Gelb-Rote Karte sah.
Gebrauchter Tag für den SC Sylvia Ebersdorf um Tayfun Özdemir (weißes Trikot), der die Gelb-Rote Karte sah.
Foto: Gunther Czepera
Lichtenfels – Die Korbstädter setzen sich vor 350 Zuschauern verdient mit 3:1 gegen den SC Sylvia Ebersdorf durch.

Im vierten Oberfrankenduell in der Landesliga Nordwest hat es den SC Sylvia Ebersdorf erwischt. Das Team von Trainer Dieter Kurth verlor beim FC Lichtenfels mit 1:3 (1:2). Wie der Trainer der Korbstädter, Oliver Müller, vor der Partie spekuliert hatte, offenbarten die Sylvianer wie bereits im gesamten Saisonverlauf Schwächen in der Defensive und waren diesmal auch bei ihrem gefürchteten Umschaltspiel nicht so effektiv wie gewohnt. Die Lichtenfelser ziehen mit ihrem zweiten „Dreier“ nach Punkten mit Ebersdorf und dem SV Friesen gleich.

Landesliga Nordwest, Gruppe 1

FC Lichtenfels –

Sylvia Ebersdorf 3:1 (2:1)

In der Anfangsviertelstunde investierten die Gastgeber mehr in die Partie und kamen zu Möglichkeiten durch Leon Holzheid, Christopher Schaller und Lukasz Jankowiak. Überraschend erzielten aber die Ebersdorfer mit ihrer ersten Chance das erste Tor der Begegnung. Fabian Carl setzte sich über die rechte Seite durch und bediente Patrick Heidenreich, der nur noch ins leere Tor schieben musste (20.).

Nachdem der FCL mit seinen spielerischen Bemühungen keinen Erfolg hatte, halfen die Gäste nach einer guten Stunde freundlich mit. Sascha Trivuncevic spielte einen Rückpass auf Sylvia-Keeper Uwe Knauer, der bei seinem weiten Abschlag den Lichtenfelser Fabian Funk anschoss. Und das Spielgerät trudelte tatsächlich von dessen Körper ins Ebersdorfer Tor. Ein unglücklicher Gegentreffer, der bei den Kurth-Schützlingen Eindruck hinterließ. Zwei Minuten später erzielte Holzheid den Führungstreffer für den FCL. Der 22-Jährige hämmerte den Ball unhaltbar für Knauer aus fünf Metern ins lange Eck. Und Holzheid hatte in der 37. Minute sogar das 3:1 auf dem Fuß.

Wer dachte, dass sich die Ebersdorfer nach Wiederanpfiff kompakter präsentierten, lag falsch. Bereits nach einer Minute musste Knauer das Spielgerät zum dritten Mal aus dem Netz holen. Die Hausherren schalteten schnell um, und Schaller ließ dem Sylvia-Torwart im Eins-gege-Eins keine Chance. In der Folge machte Lichtenfels nicht mehr als nötig, verwaltete die Führung aber insgesamt souverän. Andreas Böhnlein schlenzte einmal knapp am Tor vorbei (71.) und fand zehn Minuten später seinen Meister in Torwart Niklas Weise. In die Statistik trug sich aus Ebersdorfer Sicht nur noch Tayfun Özdemir ein: mit einer Gelb-Roten-Karte fünf Minuten vor Abpfiff.

FC Lichtenfels: Weise – Haselmann, Graf (72. Mohr), Hartmann, Hellmuth, Funk (80. Pfadenhauer), Schaller (87. Kleylein), Holzheid, L. Jankowiak, Zollnhofer (82. Mahr), Schunke (69. M. Jankowiak) / SC Sylvia Ebersdorf: Knauer – Trivuncevic, Tranziska, Autsch, Böhnlein, Heidenreich, Bergmann (64. Schmidt), Dalke (49. Rahmani), Carl, Özdemir, Dinc / Schiedsrichter: Hemrich (Urspringen) / Zuschauer: 350 / Tore: 0:1 Heidenreich (20.), 1:1 Funk (30.), 2:1 Holzheid (32.), 3:1 Schaller (46.) / Gelb-Rote Karten: – / Özdemir (85.)

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