Fußball
Frustrierter Ohnemüller wirft in Weismain hin
Ralf-Werner Ohnemüller hat nach nur drei Monaten sein Traineramt beim SCW Obermain wieder aufgegeben.
Ralf-Werner Ohnemüller hat nach nur drei Monaten sein Traineramt beim SCW Obermain wieder aufgegeben.
Foto: Monika Limmer
Weismain – Paukenschlag beim Fußball-Kreisligisten SCW Obermain: Trainer Ralf Werner Ohnemüller hat verärgert die Brocken hingeworfen.

Ralf Werner Ohnemüller ist nicht mehr Trainer des SCW Obermain. Der 55-Jährige hat schon zwei Tage vor dem 2:2 am vergangenen Freitag beim SV Friesen II aufgehört. Der SCW, Nachfolgeverein des ehemaligen Drittligisten SC Weismain, kämpft in dieser Saison gegen den Abstieg aus der Kreisliga Kronach. Ohnemüller sagt: „Ich habe schon gewusst, dass es schwierig wird, aber so habe ich mir die Aufgabe nicht vorgestellt.“

Weil ihm der Kader für die Kreisliga-Saison zu klein war, trat Spielertrainer Florian Ascherl  noch während der Vorbereitung von seinem Amt zurück.
Weil ihm der Kader für die Kreisliga-Saison zu klein war, trat Spielertrainer Florian Ascherl noch während der Vorbereitung von seinem Amt zurück.
Foto: Gunther Czepera

Der Mainleuser hatte das Amt erst eine Woche vor Saisonstart angetreten, nachdem Spielertrainer Florian Ascherl Ende Juni überraschend zurückgetreten war. Ascherl hatte seinen Schritt damit begründet, dass der Kader für die Kreisliga zu dünn sei. Ohnemüller übernahm das Problem, musste sogar zwei Mal selbst mit auflaufen, eine Partie sagten die Weismainer mangels Personal ab. Das war aber nicht der einzige Grund für Ralf Werner Ohnemüllers Rückzug: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass alle an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen“. Damit meinte er auch Co-Trainer Marco Dießenbacher, mit dem er nicht auf einer Wellenlänge lag.

Ralf Werner Ohnemüller lag mit Co-Trainer Marco Dießenbacher  (Bild) nicht auf einer Wellenlänge.
Ralf Werner Ohnemüller lag mit Co-Trainer Marco Dießenbacher (Bild) nicht auf einer Wellenlänge.
Foto: Gunther Czepera

Ohnemüller, der seinen Heimatverein TSC Mainleus zwei Mal in die Bezirksoberliga führte, ist vom Trainer-Dasein im Erwachsenenbereich erst einmal bedient. „Die heutige Fußballer-Generation hat wenig Respekt, ist schnell beleidigt und überschätzt sich gerne. Das ist nicht mehr meine Welt“, sagt der 55-Jährige, der aber schon eine neue Aufgabe vor Augen hat. „Ich werde wohl bei TSC Mainleus die B-Jugend trainieren, da habe ich sicher mehr Spaß.“

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