Fußball
Jubel bei den Korbstädtern: 1:0-Sieg in Coburg
Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse gewannen die Spieler des FC Lichtenfels (rote Trikots) das Landesligaspiel in Coburg.
Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse gewannen die Spieler des FC Lichtenfels (rote Trikots) das Landesligaspiel in Coburg.
Foto: Hagen Lehmann
Lichtenfels – Am zweiten Spieltag platzte bei der Elf von Trainer Oliver Müller der Knoten. Der Sieg beim FC Coburg war knapp, aber verdient.

550 Zuschauer, bestes Fußballwetter und endlich wieder echte Derby- und damit Fußballfeststimmung im Coburger Stocke-Stadion – doch zum Feiern war nach 95 intensiven Minuten nur den Gästen aus Lichtenfels zu Mute. Katerstimmung hingegen beim FC Coburg, der sich für eine couragierte Leistung nicht belohnte und eine bittere 0:1-Heimniederlage hinnehmen musste. In einem engen Spiel entschied eine Unaufmerksamkeit von Coburgs Keeper Luis Krempel, der einen Freistoß von Christopher Schaller zum entscheidenden Treffer durch die Handschuhe rutschen ließ. „Das ist unendlich schade, zumal Luis ansonsten ein großartiges Spiel abgeliefert hat“, trauerte Coburgs Coach Lars Müller mit seinem jungen Torhüter, aber auch der vergebenen Chance für einen gelungenen Saisonstart nach.

Die Rollenverteilung war nicht wirklich überraschend: Coburg versuchte sich – durchaus erfolgreich – in spielerischen Lösungen und zeigte eine gefällige Spielanlage, Lichtenfels trat zweikampfstark auf und operierte viel mit langen Bällen. Die erste Großchance hatten die Vestekicker, als nach einem wunderbaren Spielzug Tevin Mc Cullough per herrlicher Volleyabnahme nur den Innenpfosten traf (12.). Auf der anderen Seite hatte der im Coburger NLZ ausgebildete Leon Holzheid zweimal die Gästeführung auf dem Fuß, scheiterte jedoch jeweils am toll parierenden Krempel (19. + 35.). Besonders Coburgs stark aufspielender Neuzugang Aykut Civelek sorgte vor und nach der Pause mehrfach aus der Distanz für Gefahr, hatte das Visier jedoch jeweils nicht genau genug eingestellt.

Das goldene Lichtenfelser Tor fiel dann mehr oder weniger aus dem Nichts, als der genau auf Mann getretene Freistoß des drei Minuten zuvor eingewechselten Schaller den Weg ins Netz fand (64.). Der FCC antwortete mit wütender Offensive und war durch Daniel Alles´ Kopfball (65.), Ricardo Königs Schuss von der Strafraumgrenze (68.) und Civeleks Schlenzer (73.) dem Ausgleich ganz nahe. Gegen aufgerückte Coburger ließ Lichtenfels´ Lukasz Jankowiak dann die Vorentscheidung liegen, als er frei vor Krempel am Tor vorbeischob (76.). Die hektische Schlussphase brachte weitere brenzlige Situationen, aber keine klaren Torgelegenheiten mehr.

Lichtenfels war letztlich das etwas glücklichere Team, wenn der Trainer der Korbstädter, Oliver Müller, auch „einen verdienten Sieg“ seiner Mannen gesehen hatte. Sein Nachnamenskollege auf der anderen Trainerbank hatte eine etwas andere Sicht der Dinge: „Wir haben eine ordentliche Spielanlage gezeigt und müssen uns halt mit einem Tor belohnen. Nach vorne hat die letzte zwingende Aktion gefehlt.“ Die bittere Coburger Erkenntnis lautet, dass der Unterschied auf der Anzeigetafel für´s Verlieren ausreicht.

Die Statistik zum Spiel

Aufstellung FC Coburg:

Krempel, Heinze, Civelek, Mc Cullough, Knie (63. Alles), König (77. Sam), Baur, Hartmann, Weinreich, Sener (74. Guhling), Dilauro

Aufstellung 1. FC Lichtenfels:

Weise, Schamel (46. Lausch), Mohr (72. Dietz), Funk, Hellmuth, Scholz, M. Jankowiak (61. Kleylein), Holzheid, L. Jankowiak, Zollnhofer (90.+4 Beloch), Schunke (61. Schaller)

Tor: 0:1 Schaller (64.)

Schiedsrichter: Hertlein (Assistenten: Bettecken, Platis)

Zuschauer: 550