Leichtathletik
Max Hübner knackt den Uralt-Rekord
Weiß auf schwarz war Hübners Bestleistung auf der Anzeigetafel abzulesen.
Weiß auf schwarz war Hübners Bestleistung auf der Anzeigetafel abzulesen.
Foto: Ständner
Unnersdorf – Das Speerwurf-Talent verbessert beim bayerischen Titelgewinn den oberfränkischen Bestwert der U18. Sein Trainer glaubt’s fast nicht.

Was für eine Leistung! Da musste sogar Trainer Martin Ständner schmunzeln und ein wenig ungläubig mit dem Kopf schütteln, als der 16-jährige, für den UAC Kulmbach startende Max Hübner bei den bayerischen U18-Leichtathletik-Meisterschaften seinen 700 Gramm schweren Speer im ersten Versuch in den Himmel schickte und wenig später 65,42 Meter an der Anzeigetafel standen.

Hübner haut gleich noch einen raus

Doch damit nicht genug. Im zweiten Versuch ließ der Gymnasiast aus dem Bad Staffelsteiner Ortsteil Unnersdorf sein Sportgerät sogar auf 67,46 Meter segeln.

Weiß auf schwarz war Hübners Bestleistung auf der Anzeigetafel abzulesen.
Weiß auf schwarz war Hübners Bestleistung auf der Anzeigetafel abzulesen.
Foto: Ständner

Das bedeutete eine Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung (62,27 Meter) um satte fünf Meter und eine Steigerung des oberfränkischen Rekords von Bernd Zuber (LG Frankenwald) aus dem Jahr 1999 um 1,88 Meter. Zudem verbesserte sich der Nachwuchsathlet mit diesem Quantensprung als Jahrgangsbester in der deutschen U18-Jahresbestenliste auf Rang 3.

Training in der Talentschmiede von Martin Ständner

„Max ist körperlich nicht allzu groß, aber enorm schnell, athletisch und technisch versiert. Er hat ein sehr gutes Bewegungsgefühl“, beschreibt Ständner seinen Schützling, der zweimal pro Woche zu ihm nach Kulmbach kommt. Sonst übt Hübner zu Hause nach den Trainingsplänen Ständners, der beim UAC mit U20-Vize-Europameister Merlin Hummel sowie den U18-Zwillingen Leonie und Linus Liebenwald (beide gewannen bei der „Bayerischen“ Gold) sehr erfolgreich Hammerwerfer betreut. „Max ist ein ganz anderer Typ als Merlin, viel ruhiger“, vergleicht der Trainer seine Talente.

Ziel: Finale bei der deutschen Meisterschaft

Hübner scheint also für sein Jahresziel – ein Platz im Finale der besten Acht bei den deutschen Jugendmeisterschaften am 30. Juli/1. August in Rostock – gut vorbereitet. In Erding holte Hübner mit großem Vorsprung den bayerischen Meistertitel. Hinter ihm lagen Benedikt Müller (Amberg/57,75 Meter) und Florian Schmidt (Sempt/54,31 Meter) auf dem Silber- und Bronzerang.ms