Ringen
AC Lichtenfels darf aufs Viertelfinale hoffen
Der Lichtenfelser Ahmet Peker (oben) setzt gegen Razvan-Marian Kovacs zu einem Durchdreher an. Der Türke im ACL-Dress brachte die Eagles mit 4:0 in Führung.
Der Lichtenfelser Ahmet Peker (oben) setzt gegen Razvan-Marian Kovacs zu einem Durchdreher an. Der Türke im ACL-Dress brachte die Eagles mit 4:0 in Führung.
Foto: Gunther Czepera
Lichtenfels – Im Achtelfinal-Hinkampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft trennten sich der AC Lichtenfels und der AV Markneukirchen 17:17.

Alles ist offen, wer ins Viertelfinale einzieht. Nach spannenden Kämpfen geht es mit einem Unentschieden in den Rückkampf am kommenden Samstag in Markneukirchen. Ob die Lichtenfelser dort – wie am Samstag in der Adam-Riese-Halle Staffelstein ohne Zuschauer – dann den großen Erfolg feiern dürfen?

Auftaktsieg für Peker

Nach einem klaren Auftaktsieg von Ahmet Peker und einer 4:0-Führung der Lichtenfelser drehten die Markneukirchener auf und entschieden die folgenden drei Duelle durchwegs deutlich für sich und zogen mit 11:4 in Front.

Karl Marbach im Schwergewicht unterlag mit 0:12 und gab nur drei Mannschaftspunkte ab. Stoyko Rusev hatte gegen den EM-Silbermedaillengewinner von 2019, Florin Tita, in dem für ihn fremden griechisch-römischen Stil keine Chance.

Stoyko Rusev (oben) wird hier vom Markneukirchener Florin Tita geworfen.
Stoyko Rusev (oben) wird hier vom Markneukirchener Florin Tita geworfen.
Foto: Gunther Czepera

Stefan Kehrer d(98 kg, Freistil) hielt zunächst gegen Patryk Dublinowski gut mit, ehe der Gast in der zweiten Runde gegen den angeschlagenen Lichtenfelser noch in einen technisch überlegenen Sieg einfuhr.

Türkisches Duell in der 66-Kilo-Freistilklasse

Ahmet Duman duellierte sich im letzten Kampf vor der Pause mit seinem türkischen Landsmann Münir Recep Aktas. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde zog der Gast jedoch mit einer Viererwertung davon. Den 0:5-Rückstand konnte der Eagle jedoch nur auf 2:5 verkürzen, so dass zwei weitere Mannschaftspunkt auf das Konto der Sachsen ging und der Mannschaftsrückstand nach der Hälfte der zehn Kämpfe auf 4:13 anwuchs.

Stefan Kehrer (rechts) geriet gegen Patryk Dublinowski nach der Pause auf die Verliererstraße.
Stefan Kehrer (rechts) geriet gegen Patryk Dublinowski nach der Pause auf die Verliererstraße.
Foto: Gunther Czepera

Hannes Wagner holt drei Zähler

Den zweiten Sieg für die Gastgeber fuhr nach der Pause Hannes Wagner ein. Gegen Erik Löser verpasste das ACL-Aushängeschild jedoch einen Überlegenheitssieg. Der 10:0-Erfolg brachte drei Zähler aufs Lichtenfelser Konto.

Ohff gewinnt Schlüsselkampf

Niklas Ohff (71 kg, gr.) beherrschte den Markneukirchener Marco Stoll und lag nach Runde 1 bereits mit 5:0 vorn. Der deutsche Juniorenmeister auf Gästeseite überraschte kurz nach der Pause seinen Leipziger Trainingspartner mit einem Kopfhüftschwung, der vier Punkte einbrachte. Mit blutender Nase konterte Ohff jedoch nach der Schrecksekunde und gab Vollgas. Mit drei Durchdrehern holte er sich noch den 12:4-Sieg und buchte drei Zähler aufs ACL-Konto zum 10:13.

Gulyas sorgt für die ACL-Führung

Zsombor Gulyas kam gegen William Stier zunächst nicht zu seinen gefürchteten Beinschrauben und lag nach Runde 1 lediglich mit 4:0 vorn. Nach der Pause dreht der Ungar im ACL-Dress jedoch auf und sammelte Punkt um Punkt, um zwölf Sekunden vor dem Schlussgong die nötigen Zähler für den Überlegenheitssieg zusammen zu haben.

Damit lag der ACL mit 14:13 vorn.

Lukas Tomaszek bekam es gegen den Russen Darsam Dzhaparov zu tun. Der machte kurzen Prozess mit dem ACLer. Binnen 48 Sekunden war der Kampf für den Gast entschieden.

Spannung bis zum Ende

Mit einem 14:17-Rückstand versuchte Can Selcuk anschließend gegen Seyran Simonyan noch einen Sieg für den ACL herauszuholen. Nach einer 7:0-Führung zur Pause gelangen dem Türken jedoch nur noch drei Punkte zum 10:0, was drei Zähler für die Gastgeber zum 17:17-Endstand bedeutete – ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften leben können.