Kundgebung
Flagge zeigen für Hallenbad-Bau
Jetzt können sie schwimmen: Freude bei den Kindern und Betreuern der DLRG Burgkunstadt im Staffelsteiner Hallenbad.
Jetzt können sie schwimmen: Freude bei den Kindern und Betreuern der DLRG Burgkunstadt im Staffelsteiner Hallenbad.
Foto: Dietz
Altenkunstadt – Die Befürworter eines Lehrschwimmbeckens in Altenkunstadt rufen am 14. September zur Demo auf.

„Aus für das Lehrschwimmbecken in Altenkunstadt“ lautete die Überschrift vor kurzem in der Tagespresse. Weiter hieß es da: Dem möglichen gemeinsamen Lehrschwimmbecken der Kommunen Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain wurde bei der Gemeinderatssitzung im katholischen Pfarrjugendheim der Todesstoß versetzt.

Es war wie eine Schock-Starre, in die die Befürworter eines solchen Bades versetzt wurden. Doch Leserbriefe und die Antworten dazu hätten eine ganz andere Meinung von Bürgern der drei Kommunen ergeben, stellte nun der Burgkunstadter DLRG-Vorsitzende Werner Schneider fest. Nun wollen die Befürworter weiter für den Bau eines Lehrschwimmbeckens kämpfen. Dies ging aus einer Sitzung hervor, in welcher die Möglichkeiten dazu durchgesprochen wurden.

So war man in der Rückbetrachtung über den Entscheid im Gemeinderat erbost darüber, dass man Bürgerentscheide wohl nur durchführe, wenn man sie brauchen könne – etwa bei der Sanierung der alten Schule an der Mainecker Straße. Ein Bürgerentscheid wäre wohl pro Lehrschwimmbecken gefallen, hieß es.

Alle Möglichkeiten ausschöpfen

Wasserwacht Altenkunstadt, DLRG Burgkunstadt und der Verein für kommunale Zusammenarbeit sowie Elterninitiativen der Grundschulen in Burgkunstadt und Altenkunstadt werden nun versuchen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um doch noch ein Bad bauen zu können. „Wir wollen, dass unsere Kinder bei uns Schwimmen lernen“, erklärt Thomas Schneider seitens der DLRG weiter. Seinen Worten zufolge hätten viele Bürger in Telefongesprächen sehr ungehalten auf die Entscheidung der Altenkunstadter Mandatsträger reagiert. Auch in einem inzwischen erfolgten Gespräch mit dem Altenkunstadter Bürgermeister Robert Hümmer sei noch einmal über den Bürgerwillen diskutiert worden.

Aus dem Gesuch bei der Rechtsaufsicht des Landkreises Lichtenfels war zu erkennen, dass es sehr wohl eine Demo und einen Bürgerentscheid geben könnte – mit einem anderen Ergebnis. Dazu wäre dann eine Mehrheit erforderlich, „wie es in einer Demokratie üblich ist“, schiebt Werner Schneider nach. Dabei werden die Bürger von Altenkunstadt entscheidend sein. So wird es am 14. September um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Altenkunstadt eine Demo „Pro Hallenbad“ geben.

„Damit aus unseren Kindern keine Generation von Nichtschwimmern wird, brauchen wir ein Hallenbad vor Ort“, ist da auf den Flyern und Plakaten zu lesen. Alle Familien, Schülerinnen und Schüler, Seniorinnen und Senioren, Vereine und Organisationen können sich daran beteiligen. Es gelte, für den Bau des Bades Flagge zu zeigen. „Das Bad ist finanzierbar“, sind sich die Organisationen der Demo sicher. Es werde wohl die allerletzte Chance sein für ein Lehrschwimmbecken, so die Bad-Befürworter, aber gerade die wollen sie nutzen.