Lokalpolitik
Maineck: Wenn die Sirene zum Problem wird
Feuerwehrsirenen sollten in der passenden Höhe angebracht sein.
Feuerwehrsirenen sollten in der passenden Höhe angebracht sein.
Foto: pholidito/adobestock.com
Altenkunstadt – Für die einen ist es zu laut, die anderen hören’s kaum: Das Alarmsignal der Mainecker Feuerwehr. Der Altenkunstadter Gemeinderat hat eine Lösung.

Die Sirene des Mainecker Feuerwehrgerätehauses wurde zu tief an der Rückseite des Gebäudes angebracht – das hat Folgen: Die direkten Anwohner werden einer starken Lärmbeschallung ausgesetzt, die Einwohner, die weiter entfernt wohnen, nehmen die Sirene nur schwach wahr. „Im Rathaus glühten die Telefone“, teilte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) am Dienstagabend bei der Sitzung des Bauausschusses im Altenkunstadter Rathaus mit.

Die Sirene des Mainecker Feuerwehrgerätehauses wurde zu tief an der Rückseite des Gebäudes angebracht.
Die Sirene des Mainecker Feuerwehrgerätehauses wurde zu tief an der Rückseite des Gebäudes angebracht.
Foto: Stephan Stöckel

Michael Limmer von der Jungen Wähler Union (JWU) hatte ihn zuvor auf das Problem aufmerksam gemacht. Um das selbige abzustellen, soll nach Auskunft des Bürgermeisters die Sirene 2,50 Meter höher gesetzt und dann ein Probelauf gestartet werden.

Probleme mit parkenden Autos

Mehrere Parkprobleme gibt es in der Langheimer Straße in Altenkunstadt. Erst in der Maisitzung hatte der Rat ein Parkverbot in Richtung Rathaus erlassen: beginnend bei der Zahnarztpraxis mit der Hausnummer 7 bis zur Einmündung in den Marktplatz . Parkende Fahrzeuge auf beiden Seiten hatten dort immer wieder Rückstaus ausgelöst.

Maximilian Deuber von der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) und Hans-Werner Schuster brachten anschließend auch die Falschparker bei der Neumühle ins Gespräch. Dort stünden immer wieder Pkw auf dem Gehweg. „Auch an der Einfahrt in die Woffendorfer Straße werden Autos abgestellt, wodurch es zu kritischen Situationen kommt“, sagte Deuber. Schuster forderte, die Polizei einzuschalten. „Das geben wir gerne weiter“, versicherte Hümmer.

Die Zaunanlage des Hartplatzes der Mittelschule Altenkunstadt in Röhrig ist in die Jahre gekommen. Die Firma Sportgeräte Kestler aus Strullendorf im Landkreis Bamberg wird sie für 21 431 Euro sanieren, wie Hümmer mitteilte. Im Mai hatte das Gremium unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Auftrag an das Unternehmen vergeben.

Straße wie eine Skaterbahn

Das Baugebiet im Altenkunstadter Ortsteil Baiersdorf mit seinen elf Bauplätzen ist erschlossen. Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) kritisierte die Ausführung der Erschließungsstraße: „Eine Senke mitten auf einer geraden Strecke – das erinnert mich an eine Skaterbahn.“ Hümmer verteidigte den ungewöhnlichen Straßenverlauf: Um zwei Anwohnern die Zufahrt zu ihren Grundstücken problemlos zu ermöglichen, habe man in Absprache mit diesen eine Höhenangleichung vorgenommen. Die habe zu der leichten Vertiefung in der Straße geführt. Das sei bürgerfreundliches Handeln, betonte der Bürgermeister. Deuerling blieb bei seiner Meinung und sprach sich für eine Ortsbesichtigung aus. Ein konkreter Beschluss darüber wurde noch nicht gefasst.

Im August wird unterzeichnet

Im Ortsteil Pfaffendorf wurde ebenfalls ein Baugebiet erschlossen. Mit seinen sechs Bauplätzen ist es jedoch kleiner. Ortssprecher Georg Baier erkundigte sich danach, wann die Notarverträge abgeschlossen werden. Johannes Oppel von der Bauverwaltung geht davon aus, dass im August unterzeichnet wird. Zugleich teilte er mit, dass Bauanträge schon vorab gestellt werden könnten, auch wenn der Antragsteller noch überhaupt kein Grundstückseigentümer sei.

Von Isling kommend führt ein geteerter Weg am Ortsteingang von Burkheim zu den Gärten einiger Einwohner. Immer wieder verirren sich Autofahrer in die Straße. Das Problem: Es gibt keine Wendemöglichkeit. Walburga Kraus (CSU) schlug vor, ein Sackgassen-Schild aufzustellen. In einer Verkehrsschau soll das Problem mit der Polizei vor Ort erörtert werden.

Auf Nachfrage von Karl-Heinz Hofmann (SPD) teilte Hümmer mit, dass die Turbine am Mühlrad der Neumühle überdacht werden soll.