Pandemie
Therme bereitet sich auf alle Szenarien vor
Die Staffelsteiner Obermain-Therme leidet unter den Einschränkungen durch die  Pandemie-Bedingungen.
Die Staffelsteiner Obermain-Therme leidet unter den Einschränkungen durch die Pandemie-Bedingungen.
Foto: Matthias Einwag
Bad Staffelstein – Viele sind verunsichert: Darf ich noch ins Thermalbad, in die Sauna? Das Team der Obermain-Therme merkt, dass seit Wochen weniger Badegäste kommen.

Nach dem Lockdown liefen der August und der September sehr gut, sagt Werkleiter Hans Josef Stich. Derzeit gilt die 2G-Regelung für das Betreten der Therme. Doch was passiert, wenn 2G+ kommt? „Dann wird das Testzentrum an der Therme wieder so verfügbar sein, dass sich jeder Thermengast vor dem Betreten des Bades testen lassen kann, denn das ist ja dann notwendig“, antwortet Stich.

Wie entwickelt sich die Inzidenz?

„Wir müssen abwarten, wie sich Inzidenz im Kreis Lichtenfels entwickelt“, fügt er hinzu, „wenn wir über 1000 kommen, müssen wir die gesamte Therme schließen.“ Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Lichtenfels liegt (stand 23. November) bei 680. Weil mit dem Abflachen der Welle derzeit nicht gerechnet werden kann, zieht die Thermenleitung alle Möglichkeiten ins Kalkül. Stich: „Ab der 1000er-Marke bereiten wir uns auf alle Szenarien vor, auch auf Kurzarbeit. Wir müssen uns auf alles einstellen, obwohl wir nicht wissen, was morgen früh für uns gilt.“ Die Obermain-Therme hat rund 180 Mitarbeiter.

Bereits jetzt gelte, dass die ungeimpften Thermenmitarbeiter zweimal pro Woche PCR-Tests machen müssen und die Mitarbeiter der Gastronomie einen Schnelltest.

„Mit jeder neuen Regelung aus München oder Berlin ist erst einmal eine Verunsicherung da, vor allem bei den älteren Gästen“, sagt Stich. Auch Jüngere blieben weg, seit die 2G-Regelung eingeführt wurde, denn ein Teil der jungen Leute sei nicht geimpft. „Die Übernachtungen in Bad Staffelstein gingen ebenfalls stark zurück, das merken wir halt alles in der Therme.“ Die Besucher fehlen.

Auf der anderen Seite steigen die Ausgaben: „Wir haben zum Beispiel Mehrkosten für die Security, die bei der Einlasskontrolle die Impfausweise kontrolliert.“ Doch gerade das hatte Ministerpräsident Söder am Dienstagnachmittag unterstrichen: „2G und 2G+ müssen massiv kontrolliert werden.“ Von staatlicher Seite wünscht Stich sich, „dass wir in einen Corona-Fonds reinkommen“. Das würde der kommunal von der Stadt Bad Staffelstein und dem Landkreis Lichtenfels getragene Obermain-Therme sehr helfen.

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