Ratgeber
Abfallentsorgung im Winter
Ein Mitarbeiter der Müllabfuhr kämpft sich durch den Schnee: ein Knochenjob, der im Winter noch anstrengender ist.
Ein Mitarbeiter der Müllabfuhr kämpft sich durch den Schnee: ein Knochenjob, der im Winter noch anstrengender ist.
Jan Woitas/dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Lichtenfels – Im Winter machen Schnee, glatte Fahrbahnen und eisige Temperaturen den Mitarbeitern der Abfuhrunternehmen die Arbeit noch schwerer. Dabei kann jeder die Situation der Müllabfuhr verbessern.

Jeder kann seinen Teil beitragen, um den Abfuhrunternehmen bei Eis und Kälte das Leben zu erleichtern. Ein Beispiel: Restmüll sollte nur in fest zugebundenen Mülltüten in die Tonne gegeben werden. So kann eventuelle Feuchtigkeit nicht austreten und festfrieren. Um das Anfrieren der Deckel zu vermeiden, kann beispielsweise ein Stück Pappe zwischen Tonne und Deckel gelegt werden.

Angefrorene Abfälle lockern

Ein weiteres Problem ist, dass die Müllgefäße gerade bei Frost sehr empfindlich in puncto Beschädigungen sind. Wenn die Müllwerker Tonnen mit festgefrorenem Inhalt mit Gewalt zu entleeren versuchen, hat dies zur Folge, dass die Kunststoffgefäße reißen können.

Abhilfe kann jeder schaffen, indem die Tonne am Entleerungstag kurz geprüft wird: Sind die Abfälle in der Tonne eingefroren, hilft es, sie vor der Abfuhr mechanisch zu lockern. Dies gelingt am besten, wenn der Tonneninhalt mit einem Besenstiel oder Spaten vom Behälterrand gelöst wird.

Winterliche Straßenverhältnisse können bei der Abfuhr grundsätzlich zu Störungen und Zeitverzögerungen führen. Die Müllfahrzeuge sind auf geräumte Straßen angewiesen.

Probleme bei Eis und Schnee

Um das Tagespensum trotz widriger Bedingungen zu bewältigen, kann es zudem notwendig sein, dass die Abfuhrtouren umgestellt werden. Geräumte Straßen werden dann vorgezogen, Nebenstraßen kommen später dran. Behälter beziehungsweise Säcke sollten daher grundsätzlich ab 6 Uhr zur Abholung bereitstehen.

Manchmal trennen Schneehaufen am Straßenrand das Müllfahrzeug vom Behälter. Hier ist es wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass der Weg vom Abstellplatz der Behälter zur Straße von Schnee und Eis befreit ist.

Viele Haushalte heizen aktuell mit Holz, so dass größere Mengen Asche anfallen. Diese sollte mindestens zwei Tage auskühlen (evtl. in einem gesonderten Metallbehälter), bevor sie in die Mülltonne gekippt wird.

Wege nicht blockieren

Autofahrer, die ihr Fahrzeug am Straßenrand abstellen, sollten berücksichtigen, dass durch zur Seite geräumten Schnee die Straßen verengt sind. Alle Fahrzeughalter sind verpflichtet, genügend Platz für die Sammelfahrzeuge zu lassen. Das hilft auch Rettungs- oder Feuerwehrfahrzeugen bei eventuellen Notfalleinsätzen.

 

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