Millionenprojekt
Baulücke an Ebensfelder Hauptstraße verschwindet
Ein Teil der Gebäude wird unterkellert.
Ein Teil der Gebäude wird unterkellert.
Foto: Monika Schütz
Ebensfeld – Die Arbeiten auf der Baustelle in der Kellerstraße in Ebensfeld sind in vollem Gange, nach langen Jahren Stillstand.

Lange Zeit sah man keinerlei Erdbewegungen oder andere Tätigkeiten auf dem Areal, das einst der Ebensfelder Landschlosserei/Tankstelle Kiesler, dann der Gemeinde Ebensfeld gehörte. Der Neubau einer Wohn- und Förderstätte geht jetzt in Ebensfeld voran.

Nach dem Abriss der Gebäude und Werkhallen sowie umfangreichen Bodenuntersuchungen und Bodenaustauschaktionen auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück ist viel Zeit verstrichen. Bei einer Besprechung vor Ort erklärte Sabine Schubert von Regens Wagner Burgkunstadt nun die Gründe. Die hatten weder etwas mit Corona noch mit Baustoff-Lieferschwierigleiten zu tun. „Finanziert wird das Bauvorhaben über den Landesbehindertenplan im Münchner Sozialministerium, da hat man ein Jahr Wartezeit“, so Sabine Schubert. Und weiter: „Wir sind da von der Politik abhängig, die bezuschussen das.“

Doch was lange währt, wird endlich gut: Im September wurde die Baustelle eingerichtet, der Bauzaun gezogen und mit den Aushubarbeiten begonnen. Ein Teil der neuen Gebäude wird unterkellert, sieben bis acht Arbeiter sind hier auf dem Baugrund beschäftigt. „Normalerweise arbeiten sie bis Freitagmittag, aber wenn Betonier-arbeiten anstehen, wird auch samstags gearbeitet“, informierte Bauleiter Roland Meyer von der Architekten und Ingenieuere GmbH Eschenbacher, Kulmbach. Auch er war zur Besprechung gekommen, ebenso der Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Storath. „Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist gut“, freut er sich. Dass die Regens Wagner in Ebensfeld eine Stätte für behinderte Mitmenschen baue, tue dem Ort gut, ist er überzeugt. Auch dass mit der Baufirma Raab eine einheimische Firma den Zuschlag bekommen hat, sieht man erfreut.

Geplant sei, dass ein Wohnraum für 24 Menschen mit Behinderung entsteht, gab Sabine Schubert Details bekannt. Es werde 24 Einzelzimmer oder bei Bedarf Appartements geben; das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss hätten den gleichen Grundriss. Weiterhin werde eine Förderstätte mit 21 Plätzen entstehen, von denen 14 für die Bewohner vorgesehen seien und sieben für Menschen aus der Umgebung. Der Eingang zur neuen Wohn- und Förderstätte erfolge über die Kellerstraße, sagte sie.

Zeitplan und Kosten

„Heute in einem Jahr möchte ich so weit sein: Im Herbst sollen die Gebäude fertig und die Gerüste weg sein, im Oktober sollen dann die ersten Bepflanzungen der Außenanlagen erfolgen“, beschrieb Bauleiter Roland Meyer den Zeitplan. Sabine Schubert von Regens Wagner ergänzte:  „Der Bezug ist für April 2023 geplant. Die Kostenschätzung für beide Gebäude und Außenanlagen beläuft sich auf circa neun Millionen Euro.“