Verschwunden
Coburger beim Wandern auf Kreta vermisst
Blaulicht
Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet.
Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
Coburg – Der Kontakt zu einem 53-jährigen Coburger ist seit Samstag, den 3. September, abgebrochen. Seine Familie sucht auch im Netz nach ihm.

Seit Samstag, den 3. September, wird ein 53-jähriger aus Coburg stammender Mann seit einer Wandertour auf Kreta vermisst.

Sein Bruder sagt auf Tageblatt-Anfrage: „Er wollte von dem Ort Kamares aus in die Berge zum Wandern. Er ist ein erfahrener Wanderer und kennt sich in der Region aus.“ Sein Bruder sei ein sehr bedächtiger und vorsichtiger Mensch. Er sei sogar schon mehrfach in der Kamares-Höhle gewesen, die sich dort befindet. „Aber bei dieser Wanderung war die Höhle gar nicht das Ziel.“

Nach Angaben der Familie habe sich der Vermisste am Freitag noch telefonisch gemeldet. Er habe sich offenbar verirrt und bei Einbruch der Dunkelheit beschlossen, im Freien zu übernachten und auf den Morgen zu warten.

Dann, gegen 4.40 Uhr am Samstagmorgen, habe er sich noch einmal gemeldet und gesagt, er wisse nun, wie er weitergehen müsse. Das sei das bislang letzte Lebenszeichen gewesen. Sein Telefon sei am Samstagmorgen um 10 Uhr zum letzten Mal geortet worden, danach nicht mehr.

Suche eingestellt

Nach Angaben der griechischen Behörden hätten zunächst die Polizei und der Katastrophenschutz nach dem Mann gesucht. Dabei seien laut Medienberichten auch Hunde und Drohnen eingesetzt worden. Laut dem stellvertretenden Kommandanten des Katastrophenschutzes habe der Vermisste nur seine Familie kontaktiert, die Notrufnummer 112 aber nicht gewählt.

„Der ausländische Tourist startete mit einem Mietwagen mit dem wahrscheinlichsten Ziel der Kamaraikos-Höhle in der Gemeinde Phaistos, doch dann verloren sich seine Spuren. In derselben Nacht kontaktierte er angeblich seine Verwandten in Deutschland und sagte ihnen, dass er sich verirrt habe und dass er beim ersten Tageslicht versuchen würde, einen Weg zu finden, an einen vertrauten Ort zurückzukehren“, werden die griechischen Behörden in einem dortigen Medium zitiert.

Laut des Bruders habe die griechische Polizei zur Zeit die Suche offiziell eingestellt. Andere Menschen versuchten aber weiterhin, den Vermissten zu finden: „Einheimische, Schäfer, auch Touristen, die sich hier gut in der Region auskennen, suchen weiterhin.“

Notfallnummer der Botschaft

Im Internet hat die Familie weitere Einzelheiten und Aufrufe veröffentlicht: „Wir bitten Euch dringend um Hilfe: Wir müssen alles tun, damit die Suche fortgesetzt wird. Dies wird offenbar nur dann geschehen, wenn es neue Aussagen, Spuren, Hinweise gibt. Wenn Ihr selbst in dem Gebiet wandern gehen wollt in den nächsten Tagen oder andere Menschen kennt, die dort eine Wanderung unternehmen werden, macht Sie bitte auf diesen Vermisstenfall aufmerksam. Vielleicht ist er verletzt und benötigt dringend Hilfe. Er spricht neben seiner Muttersprache Deutsch auch sehr gut griechisch und englisch. “

Die Familie stehe auch in Kontakt mit den deutschen Vertretungen in Griechenland, wird von dort unterstützt. Die Angehörigen hoffen, dass dort weitere Hinweise eingehen: „Solltet Ihr ihn gesehen haben oder Informationen haben, die in diesem Zusammenhang wichtig sein könnten, wendet Euch bitte an den Bereitschaftsdienst der Deutschen Botschaft in Athen ( Tel: 0030 / 693 – 23 381 53).