Rettungskräfte
Neues Fahrzeug für die Coburger Hundestaffel
Das neue Einsatzfahrzeug der Rettungshundestaffel kann sich sehen lassen.
Das neue Einsatzfahrzeug der Rettungshundestaffel kann sich sehen lassen.
Foto: Michael Stelzner
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Coburg – Die Hundestaffel des Roten Kreuzes umfasst 24 Menschen, 16 Tiere - und seit kurzem auch einen neuen Einsatzbus. Die Anschaffung war dringend nötig.

Die BRK-Rettungshundestaffel mit ihren 24 Mitgliedern und 16 Hunden wird mehr gebraucht denn je. Dies zeigen die Einsatzzahlen: In den vergangenen zwei Jahren rückten die Mitglieder mit ihren Vierbeinern pro Jahr über 70 mal aus. Auch in diesem Jahr waren schon 21 Einsätze mit vermissten Personen zu verbuchen.

Dabei arbeite man eng mit der E-Bike-Staffel der BRK-Bereitschaft Ebersdorf und mit der Hundestaffel des ASB zusammen. Das betonte der Leiter der Hundestaffel, Daniel Lorz, bei der offiziellen Inbetriebnahme eines neuen Fahrzeuges, die vor dem Rathaus stattfand.

Ein Opel Vivaro

Das neue Fahrzeug wurde auf dem Vorplatz des Rathauses postiert und so den Spendern mit seiner umfangreichen Ausrüstung vorgestellt. Damit ging es offiziell in den Betrieb. Es ist ein Opel Vivaro H1 L2, der ausreichend Platz für sechs Personen und vier Hunde sowie für verschiedene Gerätschaften bietet.

Es wird bei der ILS unter dem Funkrufnamen „Rot Kreuz Coburg 59/1“ geführt und ist im Rotkreuzhaus in der Sally-Ehrlich-Str. untergebracht.

Die Anschaffung war dringend nötig, da das 30 Jahre alte Fahrzeug, mit über 400.000 Kilometer auf dem Tacho, in die Jahre gekommen ist − wegen technischer Mängel hat es keinen Tüv-Stempel mehr bekommen. So machten sich die Mitglieder schon vor einiger Zeit auf die Suche nach Spendern − mit Erfolg.

45.000 Euro Spendengelder für die Hundestaffel

Neben einer heimischen Sparkasse griffen auch der Landkreis und die Stadt Coburg sowie der Rotaryclub in ihren, Kassen und spendeten ansehnliche Beträge. Neben einem Autohaus unterstützten auch viele weitere Firmen die gute Sache. Rund 45.000 Euro kamen dabei zusammen.

Den erforderlichen Umbau haben die Mitglieder zusammen mit Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Bad Rodach in über 500 Stunden übernommen. Nur die extra belüfteten Hundeboxen wurde von einer Thüringer Firma eingebaut. Neben den Funk und GPS-Geräten ist auch umfangreiches Material für die Erste Hilfe zu finden.

Außerdem sind im Fahrzeug auch ein Einsatzzelt und Frischwasser sowie eine Kühlbox untergebracht. Besonders stolz sind die Mitglieder darauf, dass viele Ausstattungsgegenstände von der heimischen Wirtschaft gespendet wurden. Darunter sind auch drei Wärmebildkamera die eine Reichweite von drei Kilometern haben und Smartphones mit integrierter Wärmebildkamera. Alles ist sicher in speziellen Transportboxen verstaut. Weiterhin wurden, neben zahlreichen weiteren nützlichen Gegenständen, auch ein hochwertiges Fernglas und zwölf Taschenlampen sowie ein mobiles Beleuchtungssystem gespendet.

Ausbildung dauert vier Jahre

Mindestens genau so wichtig wie die technische Ausstattung ist die Ausbildung der Hunde. Sie dauert rund vier Jahre, ehe ein Tier zur Rettung einsetzbar ist. Die Hundeführer müssen indes eine mehrwöchige Sanitätsausbildung absolvieren, um bei einem Fund Erste Hilfe zu leisten.

Alle zwei Jahre werden der Hund und sein Hundeführer erneut geprüft. Die Mitglieder treffen sich im Normalfall zweimal wöchentlich, um mit ihren Hunden zu trainieren. Lorz bedauerte, das man für die Trümmersuche in der näheren Umgebung fast keine Möglichkeiten zum Üben habe.

Deshalb fährt die Truppe mit ihren Hunden einmal im Jahr auf eigene Kosten nach Frankreich, um dies zu üben.

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