Mord in Asylheim
Kapitalverbrechen im Klinikzimmer
Ein ungewöhnliches Bild: Damit der Prozess nicht abgebrochen werden muss, wurde er im Krankenzimmer von Ayoub K. fortgesetzt.
Foto: D. Pondelicek
Coburg – Weil der Angeklagte im Prozess um den Doppelmord in einem Asylheim in Kronach krank ist, musste ein Prozesstag im Spital stattfinden. Warum das?

Das Behandlungszimmer ist rappelvoll: Die Große Strafkammer – allen voran Richterin Jana Müller –, Staatsanwalt, Verteidigung, Dolmetscher, und wer sonst noch alles am Prozess beteiligt ist – sie alle quetschen sich in den kleinen, minimal eingerichteten Raum. Dann wird das Führungszeugnis verlesen, darin verzeichnet ist nur ein Diebstahl aus dem Jahr 2018, dann ist’s auch schon vorbei. Maximal fünf Minuten hat das Ganze gedauert.

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