Energiekrise
72 Stunden ohne Strom? Coburg bastelt an Notfallplan
Jede Kommune in Bayern muss sich auf einen möglichen, längeren Stromausfall vorbereiten.
Jede Kommune in Bayern muss sich auf einen möglichen, längeren Stromausfall vorbereiten.
Foto: Nicolas Armer/dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Coburg – Die Wahrscheinlichkeit eines „Blackouts“ wird zwar als gering eingestuft. Dennoch müssen alle Kommunen darauf vorbereitet sein.

Die Energiekrise und ihre Folgen: Eine Vorgabe des Bayerischen Innenministeriums besagt, dass jede Kommune – als „worst-case-Szenario“ – auf einen 72-stündigen Stromausfall vorbereitet sein muss. In Coburg kümmert sich ein eigens gebildeter Krisenstab darum. Jetzt wurde über den aktuellen Stand der Arbeit dieses Krisenstabs informiert.

„Der Zusammenbruch der Wärmeversorgung oder ein sogenannter Blackout sind nach Aussagen der Fachleute äußerst unwahrscheinlich, daran hat auch der Wegfall der russischen Gaslieferungen kaum etwas geändert“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Aber: „Katastrophenschutz ist dann am besten, wenn man vorbereitet ist, ohne die Maßnahmen tatsächlich abrufen zu müssen“, wie Kai Holland, der Leiter des Ordnungsamtes erklärt. Deshalb sei auch bereits im September der besagte Krisenstab einberufen worden. In diesem Krisenstab sind alle relevanten Ämter der Stadtverwaltung sowie SÜC, CEB, Polizei und Feuerwehr vertreten. Kontakte bestehen zusätzlich zum Klinikum und den Blaulichtorganisationen.

Zentrale Sammelpunkte gesucht

Kai Holland erklärt: „Unser Kernziel ist es, die Resilienz zu stärken. Es sollen der Bevölkerung im Krisenfall Leuchttürme zur Verfügung stehen. Also Orte, die dann zu zentralen Orten für den Austausch von Informationen und Hilfe werden. Diese Einrichtungen werden über das Stadtgebiet verteilt sein. Die genauen Standorte werden noch mitgeteilt.“

Weitere Vorbereitungen des Krisenstabs betreffen insbesondere auch die Themen Notstrom- beziehungsweise Netzersatzanlagen und Treibstoffversorgung. Ziel sei es, in diesem Szenario kritische Infrastruktur, Kommunikation und Information sicherzustellen. Parallel werde dazu ein Notbetrieb der Stadtverwaltung in Krisensituationen vorbereitet. „Dieser Krisenfall ist – wie uns die Experten versichern – sehr unwahrscheinlich “, erklärt Kai Holland. „Dennoch werden wir im Rahmen des Möglichen alles dafür tun, gut vorbereitet zu sein.“

Wichtig ist in diesem Kontext, wie es in der Mitteilung der Stadt heißt, dass die Bürgerinnen und Bürger ihren Teil dazu beitragen können, sich vorzubereiten. Informationen dazu gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter bbk.bund.de

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