Energie sparen
Coburg zieht den Stecker: Veste bleibt dunkel
Die Veste Coburg wird ab sofort nachts nicht mehr angestrahlt.
Die Veste Coburg wird ab sofort nachts nicht mehr angestrahlt.
Foto: Archiv / Jochen Berger
Coburg – Die Stadt Coburg und ihre Tochtergesellschaften haben mehrere Maßnahmen beschlossen. Davon betroffen ist aber nicht nur das Anstrahlen von Gebäuden.

Das Wahrzeichen der Stadt Coburg, die Veste, bleibt ab sofort nachts dunkel. Der Grund dafür: Die Stadt Coburg und ihre Tochterunternehmen SÜC und Wohnbau haben beschlossen, beim Thema Energiesparen mit gutem Beispiel vorangehen. So wollen mithelfen, wie es in einer Pressemitteilung heißt, „dass in Deutschland den ganzen Winter über ausreichend Gas zur Verfügung steht“.

Sichtbarstes Zeichen der Einsparungen wird der Verzicht auf die sogenannte Effektbeleuchtung an herausragenden Gebäuden sein. Ab diesem Mittwoch (3. August) werden nach und nach die sogenannten Effektlichter unter anderem an der Veste, am Eckardtsturm, am Landestheater, den Stadttoren und an den Wasserspielen am Albertsplatz abgeschaltet.

Schon länger ist die bunte Beleuchtung des SÜC-Gebäudes in der Bamberger Straße ausgeschaltet.

Am Marktplatz bleibt es hell

Die Gebäude am Coburger Marktplatz und Teile der Ehrenburg werden weiterhin nachts angestrahlt, denn diese Beleuchtung dient nicht nur dem Schmuck, sondern auch der Sicherheit, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Kälteres Wasser im Aquaria

Vor einigen Wochen hat die SÜC die Wassertemperatur im Innenbereich des Aquaria abgesenkt und die Becken im Freibad werden nur noch von der Sonne erhitzt.

Das Wasser im Aquaria wird kälter.
Das Wasser im Aquaria wird kälter.
Foto: SÜC

Folgen auch für die Brunnen in Coburg

Die Trinkwasserbrunnen will der kommunale Energieversorger nicht wie üblich erst Ende November ausschalten, sondern bereits Ende September.

Wohnbau stellt Heizungen aus

Die Wohnbau Stadt Coburg GmbH hat die Heizkreise ihrer zentralen Heizungsanlagen zur Gaseinsparung abgestellt. Die Produktion von Warmwasser ist davon nicht betroffen.

Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) erklärt dazu: „Den Gasmangel können wir nur in einem gemeinsamen Kraftakt verhindern. Daher gehen wir als Kommune und städtische Gesellschaften voran und sparen überall dort Energie, wo das möglich ist.“ Und weiter: „Das sind kurzfristige Maßnahmen, die wir schnell umsetzen können. Natürlich denken wir auch an die Zukunft und rüsten zum Beispiel Innen- und Außenbeleuchtung auf energiesparende LED um."

Weitere Maßnahmen werden vorbereitet

Mit Beginn der Heizperiode sollen weitere Maßnahmen helfen, noch mehr Energie zu sparen. So werde derzeit geprüft, ob eine Absenkung der Temperaturen in Verwaltungsgebäuden und Sporthallen auf das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß möglich ist.

Die Stadt Coburg hat zudem eine Task-Force gegründet, die sich regelmäßig trifft. Ziel der Treffen ist es, so die Mitteilung, „weitere Möglichkeiten zu finden, Energie zu sparen.“

OB: Lebensqualität soll nicht leiden

OB Sauerteig stellt aber klar: „Wir wollen, dass trotz der Einsparungen die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger so hoch wie möglich bleibt. So haben wir zum Beispiel gemeinsam mit der SÜC beschlossen, das Aquaria weiter am Netz zu lassen, bis hier klare Vorgaben und Handlungsanweisungen höherer Stellen kommen.“

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