Streit um Gemälde
Neuer Vorschlag für Fassade am Albertsplatz
Alternativvorschlag für den Albertsplatz in Coburg
Alternativvorschlag für den Albertsplatz in Coburg
Foto: privat
Coburg – Das bisher diskutierte Wandbild findet der Professor Michael Heinrich „unpassend“. Aber er hat eine andere Idee, um die Fassade aufzuhübschen.

Werner Weiß, Hausbesitzer am Coburger Albertsplatz, möchte gerne eine blanke Gebäudefassade mit einem Wandbild aufhübschen. Darauf zu sehen: Prinz Albert und Queen Victoria, die auf einer Treppe stehen.

Dieses Wandbild möchte Werner Weiß am Albertsplatz anbringen lassen.
Dieses Wandbild möchte Werner Weiß am Albertsplatz anbringen lassen.
Foto: privat

Doch im Bausenat fand das Projekt keine Mehrheit: Mit 4:5 Stimmen wurde es abgelehnt.

Aber die Befürworter lassen nicht locker. Unter anderem Hans-Heinrich Eidt (FDP) hat einen Überprüfungsantrag gestellt. Deshalb wird der Stadtrat in seiner kommenden Sitzung erneut über das Thema sprechen und abstimmen.

Professor schlägt Alternative vor

Mit Blick auf diese neuerliche Abstimmung meldet sich jetzt Professor Michael Heinrich von der Hochschule Coburg zu Wort. Er erklärt, warum er das derzeit diskutierte Wandgemälde „unpassend“ findet, und unterbreitet auch einen Alternativvorschlag.

Die Erklärung von Michael Heinrich im Wortlaut:

„Schon beruflich finde ich Illusionismus in der Malerei ein sehr spannendes Thema! Ich denke aber, ähnlich wie Frau Schneider, dass die Maßstabslosigkeit der vorgeschlagenen Malerei für ein historisch sehr kohärentes Stadtbild unpassend ist. Ich würde mir wünschen, dass bei einer so stadtbildprägenden Maßnahme etwas mehr professionelle Diskussion stattfindet.

Dabei verstehe ich sowohl den Wunsch nach Aufwertung der Wand als auch das augenzwinkernde Spiel mit Victoria und Albert. Warum nicht die vorhandene Fassadengestaltung als Illusionsmalerei um die Ecke führen und Prinz Albert und Victoria aus den Fenstern schauen lassen? Das unterstützt die Kohärenz der Architektur und ist gleichzeitig ein Attraktor, aber eben mit mehr Bezug zum Kontext. Der in Betracht gezogene Maler ist ein Profi und bekannt für solche illusionistischen Fortsetzungen von Architekturgliederungen.“

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