Stadtentwicklung
BGS-Gelände kann Klinik-Campus werden
Die rote Linie umreißt die Fläche, die nun dem Krankenhauszweckverband Coburg gehört. Oben sind das HUK-Brieflogistikzentrum und die Kfz-Zulassungsstelle zu erkennen.
Die rote Linie umreißt die Fläche, die nun dem Krankenhauszweckverband Coburg gehört. Oben sind das HUK-Brieflogistikzentrum und die Kfz-Zulassungsstelle zu erkennen.
Foto: übermittelt von Stadt Coburg
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Coburg – Das Grundstück fürs neue Klinikum ist gesichert: Wie die Stadt Coburg am Mittwoch mitteilte, hat der Krankenhauszweckverband das ehemalige Kasernenareal erwerben können.

Die Tinte auf dem Kaufvertrag ist trocken und der Besitz schon übergegangen:

Das ehemalige BGS-Gelände im Coburger Norden gehört nun offiziell dem Krankenhausverband Coburg. Der gemeinsame Zweckverband von Stadt und Landkreis Coburg hat es von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) erworben. „In den von Stadt und Landkreis gemeinsam geführten Verhandlungen, in denen sich auch die regionalen Bundestagsabgeordneten engagiert haben, konnte ein für beide Vertragsparteien gutes Ergebnis erzielt werden“, teilte die Stadt Coburg am Mittwoch mit. Weil hier mit dem Neubau des Klinikums eine wichtige Infrastruktur für die Bevölkerung entsteht, konnte die Bima zudem eine Verbilligung in Höhe von 350.000 € auf den Kaufpreis gewähren.

Nur Coburger Gebiet gekauft

In den kommenden Monaten will der Krankenhausverband damit beginnen, die über 17 Hektar große Fläche freiräumen zu lassen. Alle Gebäude der ehemaligen BGS-Kaserne, die Exerzierflächen usw. müssen beseitigt werden, damit das neue Klinikum Platz finden kann. Die angekaufte Fläche liegt ausschließlich auf dem Gebiet der Stadt Coburg. Die östliche Grenze des Geländes bildet die geplante BGS-Trasse, eine Fortsetzung der Wilhelm-Ruß-Straße hin zur Neustadter Straße. Diese soll als Zufahrt zur künftigen Klinik dienen. Die weiteren Gebäude der ehemaligen BGS-Kaserne jenseits der künftigen Straße liegen im Gemeindegebiet von Dörfles-Esbach und wurden vom Krankenhausverband nicht mit erworben.

Räumung beginnt

Erster sichtbarer Schritt der Baumaßnahmen werden im Herbst Rodungsarbeiten von Sträuchern, Büschen und kleineren Bäumen sein. Dann folgt im kommenden Frühjahr der Abriss der Gebäude. Ein fachlich spezialisiertes Ingenieurbüro erarbeitet ein Konzept, wie die im Gelände vorhandenen Bodenbelastungen sicher entsorgt werden können.

Aufschub für die Bands

Für die Bands, die aktuell in einem Kasernengebäude proben, das der Verein CrossArt e.v. angemietet hat, gibt es gute Nachrichten: Denn solange das Gebäude noch mit Strom etc. versorgt werden kann, können sie dieses weiter nutzen – auch über das Ende des Mietvertrags und ggf. sogar den Jahreswechsel hinaus. Diese Regelung war Oberbürgermeister Dominik Sauerteig und Landrat Sebastian Straubel wichtig, damit die Musikerszene nicht „heimatlos“ wird. Mittel- und langfristig wird nach einer neuen Lösung gesucht. Hierzu laufen erfolgversprechende Gespräche zwischen Eigentümer, Vertretern der Bandszene sowie von Stadt und Landkreis. Die Verträge der übrigen Mieter wurden zum 31. Oktober gekündigt.

„Ampeln auf Grün“ für neue Klinik

„Auf dem Weg zur Realisierung eines Schlüsselprojekts der regionalen Gesundheitsversorgung haben Stadt und Landkreis Coburg einen wichtigen Schritt geschafft. Ich bin sehr froh, dass es jetzt losgehen kann mit den ersten bauvorbereitenden Maßnahmen“, erklärt Landrat Sebastian Straubel als Vorsitzender des Krankenhausverbands. Er bedankt sich nochmals explizit bei allen Vertretern der BImA „für die sicherlich langwierigen und nicht einfachen, letztlich aber doch immer konstruktiven und guten Verhandlungen“ zum Ankauf des Geländes. Für Oberbürgermeister Dominik Sauerteig ist es wichtig, mit dem Klinik-Neubau für Patienten und Beschäftigte baldmöglichst optimale Voraussetzungen zu schaffen: „Hier arbeiten Stadt und Landkreis und das Team von Regio-Med wirklich hervorragend zusammen. Durch die Fördermittelzusage des Freistaats stehen die Ampeln jetzt wirklich auf grün, um für unsere Region zumindest die stationäre medizinische Versorgung auf höchsten Niveau auf Dauer zukunftsfähig sicherzustellen.“

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