Angriff auf Markt
Coburgs OB verurteilt Hass gegen Russen
Unbekannte Täter hatten unter anderem den Parkplatz des Maxi-Kaufs in Coburg mit russophoben Parolen beschmiert.
Unbekannte Täter hatten unter anderem den Parkplatz des Maxi-Kaufs in Coburg mit russophoben Parolen beschmiert.
Foto: Sandra Hackenberg
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Coburg – Wenn sogar russische Kinder in der Schule beschimpft und gemobbt werden, ist für Dominik Sauerteig das Maß voll.

Nachdem in Coburg Bürger mit russischer Herkunft aufgrund des Ukraine-Krieges angefeindet werden und zuletzt der Besitzer des Maxi-Kaufs in Coburg Opfer einer russophoben Attacke wurde, wendet sich Oberbürgermeister Dominik Sauerteig mit einem eindringlichen Appell an die Coburger. „Ich bin wirklich erschüttert über die Anfeindungen gegenüber Bürgerinnen und Bürger russischer Herkunft. Immer häufiger melden sich bei mir Menschen, die mir ihr Leid klagen. Sogar Kinder werden in der Schule und auf der Straße beschimpft. Läden mit russischen Waren werden beschmiert. Das ist vollkommen inakzeptabel!“

Coburgs OB Dominik Sauerteig verurteilt den Hass gegen russische Bürger.
Coburgs OB Dominik Sauerteig verurteilt den Hass gegen russische Bürger.
Foto: Archiv

Coburgs OB weiter: „Wir sind alle Coburger! Wir machen keinen Unterschied, woher die Bürgerinnen und Bürger unserer schönen Stadt kommen. Es macht auch keinen Unterschied, welchen Pass sie haben. Wichtig ist, dass sie hier bei uns in Frieden leben wollen.“ Keiner der hier lebenden Menschen mit russischer Herkunft könne etwas dafür, dass die russische Führung das russische Militär in einen rechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine führe, ganze Städte in Schutt und Asche legt und die Menschen in der Ukraine in eine humanitäre Katastrophe stürzt.

Auch Russen sind geflohen

Auch Russen und Armenier, schildert Coburgs OB, sind vor dem Krieg aus der Ukraine nach Coburg geflüchtet. „Natürlich finden auch diese Menschen hier bei uns eine neue Heimat – übergangsweise oder dauerhaft. Unabhängig ihres Passes. Denn in Coburg sollte jeder Schutz finden, der vor Krieg und Verfolgung flüchtet. “

Darum appelliert Dominik Sauerteig an alle Bewohner Coburgs: „Lassen Sie uns hier in Coburg friedlich zusammenleben, egal, woher wir kommen oder welchen Pass man haben mag. Anfeindungen oder Angriffe auf Menschen mit russischer oder anderer Herkunft werden in unserer Stadt nicht toleriert. Menschen, die das tun, stellen sich außerhalb unserer Gemeinschaft.“

Der ganze Hintergrund zur Attacke:

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