Gesundheit
Brustzentrum Kulmbach feiert zehnjähriges Bestehen
Am Kulmbacher Klinikum gibt es seit zehn Jahren ein Zentrum zur Behandlung von Brustkrebspatienten.
Am Kulmbacher Klinikum gibt es seit zehn Jahren ein Zentrum zur Behandlung von Brustkrebspatienten.
Foto: Ralf Dieter Bischoff
F-Signet von Rainer Glissnik Fränkischer Tag
Kulmbach – Nach gängigen Standards werden vor Ort viele Krebspatienten behandelt. Es gibt jedoch auch noch ein anderes Angebot für Betroffene.

Seit zehn Jahren besitzt das Klinikum Kulmbach ein zertifiziertes Brustzentrum. Neben Coburg erfolgen hier die meisten Behandlungen in ganz Oberfranken. Die Patienten kommen nicht nur aus dem Landkreis Kulmbach, sondern aus der gesamten Region.

Die Diagnose „Brustkrebs“ ist für jeden Betroffenen eine Katastrophe. Doch in den vergangenen Jahren habe sich viel getan. Oft haben die Patienten auch den Wunsch, selbst aktiv zu werden. Laut Leiter Dr. Benno Lex habe sich das Kulmbacher Brustzentrum in den vergangenen zehn Jahren stark entwickelt. Es gehe ums Überleben und um mehr Lebensqualität für die Betroffenen. Dahinter stünden viel Arbeit und Herzblut von vielen Mitarbeitern. Und viel Vertrauen auf der Patientenseite. Das Klinikum Kulmbach ist zertifiziertes Brustkrebszentrum.

Psychoonkologie als wichtiger Bereich

Das bedeute, dass nach gängigen Standards behandelt werde und sehr viele Brustkrebsfälle bereits erfolgreich behandelt wurden. In diesen etwas mehr als zehn Jahren habe man 1823 Patientinnen mit Brustkrebs geholfen. Dabei seien in 85 Prozent brusterhaltende Operationen erfolgt.

Ein wichtiger Bestandteil des Brustzentrums sei die Psychoonkologie. Sie befasse sich mit den psychischen, sozialen und seelisch-spirituellen Aspekten einer Krebserkrankung. Körper, Geist und Seele würden hier gleichermaßen berücksichtigt.

 

Das Team um Silke Kreß (rechts) und Dr. Benno Lex (2. v. li.) freut sich über das 10-jährige Bestehen.
Das Team um Silke Kreß (rechts) und Dr. Benno Lex (2. v. li.) freut sich über das 10-jährige Bestehen.
Foto: Klinikum

Lex würdigte auch die große Bedeutung der beiden Selbsthilfegruppen für das Brustzentrum am Klinikum Kulmbach. Silke Kreß hat ihre Selbsthilfegruppe 2019 über die Organisation Pink Ribbon (Rosa Schleife) gegründet. Sie hatte die Diagnose Brustkrebs bereits zweimal bekommen, sich damit aber nicht in sich vergraben, sondern ist damit in die Öffentlichkeit gegangen und hat weitere Betroffene gefunden. Die Selbsthilfegruppe „Starke Frauen“ der Bayerischen Krebsgesellschaft wurde 2007 ins Leben gerufen.

Austausch in der Selbsthilfegruppe

Mit der Diagnose nicht allein zu sein, mache vieles leichter – das sei der Beweggrund gewesen, die Gruppe zu gründen. In einer Selbsthilfegruppe tauschen sich Frauen aus, bei denen eine Brustkrebs-Erkrankung das ganze Leben auf den Kopf gestellt hat.

Hoffnung für die Zukunft

Therapeutisch ist in der Krebsbehandlung sehr viel in Bewegung. Schon in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten haben sich Überlebenszeit und Lebensqualität deutlich verbessert. Deutliche Erfolge zeichnen sich ab, machte Dr. Benno Lex deutlich. Diese Entwicklungen seien hoffnungsvoll.

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