Konzert
Blasmusik vom Feinsten in Kulmbach geboten
Das Haus Marteau mit Rekkenze Brass bot bei einem Frühschoppen in Kulmbach Blasmusik vom Feinsten.
Das Haus Marteau mit Rekkenze Brass bot bei einem Frühschoppen in Kulmbach Blasmusik vom Feinsten.
Foto: Werner Reißaus
Kulmbach – Blasmusik der Extraklasse bot der Meisterkurs von Haus Marteau mit Rekkenze Brass und Gastdozentin Kristin Thieleman im Mönchshof.

Bei den Musikern war ebenso wie bei den zahlreichen Besuchern die Freude groß, denn nach zwei Jahren Coronapause konnte der Brass-Frühschoppen endlich wieder stattfinden. Er war Abschluss sowie Highlight des Ensemblekurses für Blechbläser mit Solistin Kristin Thielemann.

Die knapp 40 Mitwirkenden sorgten für ein kulturelles Ausrufezeichen, setzten die Open-Air-Reihe fort, die nach zwölf Jahren längst Kultstatus genießt. Mit dem Lied „Spagnoletta“ von Michael Praetorius sowie dem Triumphmarsch aus „Aida“ wurde der Frühschoppen eröffnet.

Abwechselnd spielten das „Blechboxx Quintett“ und das „Ladies Quintett“ bekannte Stücke unter anderem von Antonio Vivaldi und Georges Bizet. Ihre Extra-Klasse stellte einmal mehr die Musiker von Rekkenze Brass mit Kristin Thielemann als Solistin an der Trompete unter Beweis. Die Gastdozentin hat Orchestermusik, Trompete und Musikpädagogik studiert und stand schon während des Studiums als Trompeterin im Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Vertrag.

Zwei Zugaben

Die „No Name Brass“ setzte mit 25 Einzelteilnehmern des Kurses das Programm mit Stücken von Giovanni Gabrieli, Steve Mcmilian und Quincy Jones fort. Zum Schluss trat noch die „Big Brass“ mit allen Teilnehmern des Kurses auf. Hier ließ Kristin Thielemann beim Italo-Western „Moment for Morricone“ erneut als Solistin an der Trompete ihr musikalisches Können aufblitzen. Ohne zwei Zugaben durften die Musiker nicht von der Bühne.

Das erklärte Ziel sei das gemeinsame Musizieren, sagte Verwaltungsleiter Hans Wirz von der internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau in Lichtenberg, der sich freute, endlich wieder ein Konzert durchführen zu können. Wirz dankte dem Bezirk Oberfranken, der Oberfrankenhilfe, der Sparkasse Kulmbach-Kronach, dem Lions-Club Kulmbach-Plassenburg sowie den Stadtwerken Kulmbach für die finanzielle Unterstützung, ohne die die Matinée so nicht möglich wäre.

Für den Landkreis Kulmbach sprach SPD-Kreisrat Simon Moritz ein Grußwort und überreichte auch eine Geldspende. „Man hat gesehen, dass das Haus Marteau nicht nur eine musikalische Begegnungsstätte von internationalem Spitzenniveau ist, sondern auch weit in die Breite der Gesellschaft hineinwirkt. Dafür spricht die große Besetzung der Ensembles wie auch der große Zuspruch des Publikums“, sagte Moritz, der Kommunalpolitiker und zugleich Musiker ist. Was ihm wie vielen Besuchern besonders gefallen hat, das war die musikalische Bandbreite von Wagner bis Dixieland.

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