Lichteraktion
Kulmbacher Landwirte schenken Hoffnung
Die Traktoren können heuer nicht wie bei der Premiere im vergangenen Jahr durch die Obere Stadt führen, Ziel wird diesmal der Freibad-Parkplatz sein. Dort bieten die Landwirte Glühwein, Kinderpunsch und selbst gebackene Plätzchen an.
Die Traktoren können heuer nicht wie bei der Premiere im vergangenen Jahr durch die Obere Stadt führen, Ziel wird diesmal der Freibad-Parkplatz sein. Dort bieten die Landwirte Glühwein, Kinderpunsch und selbst gebackene Plätzchen an.
Sonny Adam
F-Signet von Sonny Adam Fränkischer Tag
Kulmbach – Kulmbacher Landwirte fahren wieder mit geschmückten Traktoren durch die Innenstadt. Beim Finale gibt es Glühwein und Plätzchen.

Als sich Kulmbacher Landwirte vor einem Jahr mit ihren mit Lichterketten geschmückten Traktoren auf den Weg machten, hatten sie vor allem eines im Sinn: Sie wollten auf die immer schwieriger werdende Situation kleiner Betriebe aufmerksam machen. In diesem Jahr soll alles anders werden.

Alles soll noch schöner werden

„Wir machen die Aktion wieder, werden rund Traktoren schmücken und durch die Innenstadt fahren. Aber ein Gejammere wird das nicht“, sagt Initiator Stefan Seidel. Vielmehr möchten die Landwirte nach der Corona-Pandemie und all den schlechten Nachrichten über Ukraine-Krieg, Energienotstand und Kostensteigerungen ein Licht der Hoffnung schenken.

„Letztes Jahr waren die Leute so begeistert. Die Kinder haben gestaunt – in diesem Jahr wollen wir einfach nur Freude schenken“, erklärt Seidel. Schon seit Wochen würden sich die jungen Landwirte vorbereiten. Denn der Schmuck der Traktoren soll noch schöner, noch ausladender, noch fantasievoller werden.

Isabel Schlosser (links) backt schon mit (nach rechts) Leon (4), Simone Raub und Paul (2) Plätzchen in Traktorform für die Lichterparade der Kulmbacher Landwirte.
Isabel Schlosser (links) backt schon mit (nach rechts) Leon (4), Simone Raub und Paul (2) Plätzchen in Traktorform für die Lichterparade der Kulmbacher Landwirte.
Sonny Adam

Die Traktorparade startet am Freitag, 2. Dezember, um 18 Uhr beim Milchviehbetrieb Grampp in Unterkodach. Von dort fahren die Traktoren dann durch die Melkendorfer Straße, am TÜV vorbei und durch die Weiherer Straße Richtung Holzmarkt.

Eine Runde um den Zentralparkplatz

Auch eine Runde um den Zentralparkplatz ist geplant. Die Obere Stadt allerdings lassen sie wegen der Baustelle aus. „Wir würden ja die ganze Stadt verstopfen. Das wollen wir nicht“, sagt Seidel und hofft, dass trotzdem viele Schaulustige kommen.

 

Endstation soll der Schwimmbad-Parkplatz sein. „Wir werden so gegen 19 Uhr am Schwimmbad sein. Dort stellen wir uns auf, auch ein Nikolaus wird wieder dabei sein“, verspricht Seidel. Und als Extra-Überraschung schenken die Landwirte dann auf dem Freibad-Parkplatz bis 20.30 Uhr Glühwein, Früchtepunsch und Tee aus.

Die Plätzchen werden für die Geschwister-Gummi-Stiftung verkauft.
Die Plätzchen werden für die Geschwister-Gummi-Stiftung verkauft.
Sonny Adam

Schon jetzt backen die Frauen und die Kinder Plätzchen. Isabel Schlosser hat sich mit Simone Raub in der Küche getroffen und Butterplätzchen nach einem alten Hausrezept zubereitet. Natürlich durften die Kinder Leon und Paul mithelfen.

Frauen und Kinder backen schon fleißig

„Das muss ein Bulldog sein“, erklärte der vierjährige Leon und stach jedes Plätzchen einzeln aus. Auch eine Kuhform hat Simone Raub im Repertoire.

Die Butterplätzchen sind übrigens nicht die einzige Sorte. „Wir haben schon sechs verschiedene Sorten gebacken“, verrät Simone Raub. Die Palette reicht von Vanillekipferl über Bärentatzen bis hin zu Spekulatius und Schoko-Crossis. Die Plätzchen sollen auf Spendenbasis an alle Schleckermäuler verteilt werden.

Erlös geht an die Geschwister-Gummi-Stiftung

Natürlich hoffen die Landwirte, dass auch ein paar Euro in die Kasse geworfen werden. Denn der Erlös der Aktion kommt wieder der Geschwister-Gummi-Stiftung zugute.

„Wir können in diesem Jahr nicht vor der Villa halten, aber wir übergeben die Spenden einige Tage später mit einem geschmückten Traktor“, erklärt Seidel. Natürlich hoffen die Landwirte, dass die Aktion ein bisschen dazu beiträgt, auf den Stellenwert der heimischen Landwirte aufmerksam zu machen.

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