Zuwanderung
Zahl der Einbürgerungen fast verdreifacht
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 112 Menschen im Landkreis Kulmnach eingebürgert.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 112 Menschen im Landkreis Kulmnach eingebürgert.
Stefan Puchner/dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kulmbach – Im vergangenen Jahr sind im Landkreis Kulmbach insgesamt 112 Personen aus 22 Nationen eingebürgert worden – knapp dreimal so viele wie im Vorjahr.

Die meisten waren zuvor Staatsangehörige Syriens (47), der Türkei (11) und Rumäniens (7). Jeweils fünf Personen stammten aus dem Kosovo, Italien und dem Irak. Das teilt der Landkreis Kulmbach in einer Pressemeldung mit.

Landratsamt: Viele Syrer konnten sich in Kulmbach integrieren

Die Zahl der Eingebürgerten aus Syrien hat sich gegenüber dem Jahr 2021 fast vervierfacht. Viele Syrer, die ab dem Jahr 2015 als Schutzsuchende nach Deutschland kamen, konnten sich inzwischen erfolgreich integrieren und erhielten nun die Möglichkeit zur Einbürgerung.

Landrat Söllner: "Heimat ist ein Gefühl"

„Unsere neuen Mitbürger verbindet, dass sie hier im Landkreis Kulmbach im Herzen Oberfrankens ein Zuhause, eine Heimat gefunden haben. Dabei ist Heimat nicht nur ein Ort, Heimat ist ein Gefühl der Geborgenheit und des Angekommenseins“, betont Landrat Klaus Peter Söllner. „Mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit setzen unsere Neubürger ein starkes Zeichen. Sie bekennen sich zum Rechtsstaat und zu unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Mit der Einbürgerung stärken unsere Neubürger unsere Demokratie“, so Söllner weiter.

Viele Voraussetzungen nötig

Eine Einbürgerung muss beantragt werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Einbürgerungsverfahrens erhält der Ausländer durch Aushändigung einer Einbürgerungsurkunde die deutsche Staatsangehörigkeit. Für eine Einbürgerung in den deutschen Staatsverband muss die Identität des Antragstellers geklärt sein und er muss eine bestimmte Aufenthaltserlaubnis besitzen. Zudem darf keine Verurteilung wegen einer Straftat vorliegen.

Zuwanderer müssen Sprachkenntnisse nachweisen

Durch einen Einbürgerungstest müssen die erforderlichen Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie der Lebensverhältnisse in Deutschland nachgewiesen werden. Außerdem müssen die Antragsteller die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift auf dem Niveau B1 nachweisen und sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes bekennen.

Eine weitere Voraussetzung ist die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts für sich und unterhaltsberechtigte Angehörige.

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