Partnerschaft
Bäumchen sorgt an der Grenze für Stirnrunzeln
Eine Platane als Symbol der Freundschaft mit der Türkei: Beim Angießen (von links): Christoph Pöhlmann, Ingo Lehmann, Alexander Batistella und Hartmut Schuberth.
Eine Platane als Symbol der Freundschaft mit der Türkei: Beim Angießen (von links): Christoph Pöhlmann, Ingo Lehmann, Alexander Batistella und Hartmut Schuberth.
Foto: Sonny Adam
F-Signet von Sonja Adam Fränkischer Tag
Kulmbach – Fast hätte Ingo Lehmann ein Geschenk aus der Türkei nicht über die Grenze gebracht. Doch für die Platane gab es dann doch ein Happy End.

Fast hätte es Oberbürgermeister Ingo Lehmann nicht geschafft, ein Geschenk des türkischen Bürgermeisters Alinur Akta, das er bei seiner Reise nach Bursa erhalten hatte, über die Grenze zu bringen. Denn es erschien den Beamten am Flughafen doch ein bisschen spanisch, dass ein Kommunalpolitiker ein zusammengeschnürtes Gewächs aus der Türkei mitbringen wollte. Doch dank eines Schreibens aus der Türkei hat Lehmann es dann doch geschafft.

Geschenk für das Berufliche Schulzentrum Kulmbach

Gedacht war die Platane für das Berufliche Schulzentrum, wo Gärtner der Stadt Kulmbach sie jetzt auch einpflanzten. Schulleiter Alexander Battistella betonte, dass die Platane echten Symbolcharakter hätte. Sie stünde für den lebendigen Austausch, den man seit mehr als dreißig Jahren mit Bursa pflege. „Es soll ein Symbol für die Freundschaft mit unserer Partnerschule in Bursa sein.“

Intensive Partnerschaft zwischen Kulmbach und Bursa

Tatsächlich unterhält das Berufliche Schulzentrum mit dem „Tophane Teknik Lisessi ve Endüstri Meslek Lisesi Bursa“ eine Partnerschaft, die durch nichts zu erschüttern ist. Regelmäßig fahren Schüler und Lehrkräfte in die Partnerstadt, besuchen dort die Schule und absolvieren Praktika in türkischen Betrieben. Auch türkische Schüler kommen nach Kulmbach und freuen sich über die einzigartigen Einblicke, die dieses Austauschprogramm gewährt. Christoph Pöhlmann ist ein Lehrer, der die Partnerschaft intensiv pflegt und schon unzählige Male mit Schülergruppen in der Türkei weilte. Er betonte, dass die Gastlichkeit der türkischen Freunde unvergleichlich sei.

Schuberth hofft auf viele Gäste in Kulmbach

Beim Angießen war auch der Vorsitzende des UNESCO-Clubs Hartmut Schuberth mit von der Partie: „Es kommen hoffentlich viele Gäste aus der Türkei, die den Wuchs und das Gedeihen der Platane bewundern werden“, wünschte sich Schuberth. Groß werden wird das Bäumchen wahrscheinlich ziemlich schnell. Denn Platanen wachsen etwa einen halben Meter pro Jahr. Das Besondere: die Rinde wächst nicht mit. Stattdessen blättert die Borke im Sommer ab.

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