Technik von morgen
Auf virtueller Reise durch menschliche Zellen
Bangeen Kojare und Samuel Rieß konnten sich von der virtuellen Welt, in die sie eintauchten, gar nicht mehr loseisen: Sie cruisten virtuell durch menschliche  Zellen – ein einzigartiges Erlebnis.
Bangeen Kojare und Samuel Rieß konnten sich von der virtuellen Welt, in die sie eintauchten, gar nicht mehr loseisen: Sie cruisten virtuell durch menschliche Zellen – ein einzigartiges Erlebnis.
Foto: Sonny Adam
Am Zentralen Omnisbusbahnhof machte der Innotruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Station.
Am Zentralen Omnisbusbahnhof machte der Innotruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Station.
Foto: Sonny Adam
Kulmbach – Der InnoTruck machte zwei Tage in Kulmbach Station. Zu bestaunen gab es viele Innovationen von Photovoltaik-Folie bis zu intelligenten Textilien.

Bangeen Kojare und Samuel Rieß sitzen nebeneinander auf den Sitzen im Obergeschoss des InnoTrucks. Sie bewegen den Kopf, machen seltsame Bewegungen mit den Armen und Händen. Die Erklärung: Beide haben Augmented- und Virtual-Reality-Brillen auf, mit denen sie in eigentlich verschlossene Welten eintauchen können. „Hey, wir fliegen gerade durch menschliche Zellen. Das ist richtig toll“, sagte Bangeen Kojare. Und sein Kompagnon aus der FOS-Technikerklasse staunte ebenfalls: „Das sieht hier alles sehr gut aus“, urteilte Samuel Rieß.

Zahlreiche Erlebnisstationen

Doch nicht nur die virtuelle Station im InnoTruck begeisterte alle, die MINT-Fächer lieben, sondern auch all die anderen Erlebnisstationen. „Was man alles machen kann – was alles möglich ist“, kommentierte Giuseppe Sutera die verschiedenen Exponate. Der InnoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung möchte Innovationsbotschafter sein, erklärte Florian Fischer, einer der Truckbegeleiter. Der InnoTruck ist Teil der von der Bundesregierung ins Leben gerufene HighTech-Strategie 2025. Deutschland soll zum Innovationsführer werden. Aus diesem Grund gilt es, junge Menschen für die Technik von morgen zu begeistern.

Der InnoTruck steuert jedes Jahr etwa 75 Stationen an und gibt jungen Menschen Einblick in neue Technologien. Im InnoTruck können Schüler rund achtzig Exponate erleben. Anfassen und Ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt. Mit einer Quiz-Rallye können die jungen Technikbegeisterten ihr Wissen unter Beweis stellen. Die Themen, die es im InnoTruck zu erleben gibt, sind vielfältig. Von Chip-Technologie über gesundes Leben, intelligente Mobilität bis hin zu ziviler Sicherheit oder der digitalen Wissensgesellschaft ist alles dabei. Die Schüler bekommen Einblicke in die Arbeitswelt von morgen und in nachhaltige Wirtschaft.

Liste der Innovationen ist lang

Auch Lehrer konnten noch etwas dazulernen. Samira Steinleitner und Ferdinand Ramsauer erkundeten selbst die verschiedenen Stationen und staunten über den 3D-Handscanner, der innerhalb von 15 Minuten ein exaktes Modell des InnoTruck-Begleiters erstellt hat. In den Schaukästen werden komplizierte Prozesse anschaulich erklärt. So ist es inzwischen möglich, Wasserstoff zu binden und die Explosionsgefahr zu bannen – wichtig für die Mobilität der Zukunft. Es gibt Solarfenster, die über eine Photovoltaik-Folie Strom erzeugen. Die Liste der Innovationen ist lang: von reparier- und erweiterbare Smartphones bis zu intelligenten Textilien.

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