Natur
Jäger: Neue Wege für Wald und Wild suchen
Der Jagdschutz- und Jägerverein Kulmbach lädt zu einem Rehwildsymposium ein.
Der Jagdschutz- und Jägerverein Kulmbach lädt zu einem Rehwildsymposium ein.
Foto: Symbolbild: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kulmbach – In Zeiten des Klimawandels suchen die Jäger nach neuen Wegen, um Wald und Wild eine gemeinsame Chance zu geben.

Aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens lädt der Jagschutz- und Jägerverein Kulmbach zu einem Rehwildsymposium ein.

Die Bayerische Rundschau und das Kulmbacher Tagblatt waren die Ersten, die am 4. März 1922 von der Gründung des Vereins berichteten. Unter dem Vorsitz von Heinrich Hoferer und Theo Heublein wurde er im ehemaligen Hotel „Post“ – dort steht heute das Gebäude der Polizeiinspektion Kulmbach- aus der Taufe gehoben.

35 Jäger schlossen sich damals zusammen – heute hat sich die Zahl der Jägerinnen und Jäger verzehnfacht. Das Jubiläum soll im Herbst 2022 gefeiert werden, wegen Corona aber eben nicht im herkömmlichen Stil.

In Zeiten von Klimawandel, lang anhaltender Trockenheit, Energie- und Rohstoffengpässen sowie des grundlegenden Umbaus der Wälder und der Agrarwirtschaft und damit auch des Lebensraums des Wildes, brauche man neue Wege, um Wald und Wild eine gemeinsame Chance zu geben.

Den Jägern kommt dabei laut Vorsitzendem Peter Müller eine wesentliche Aufgabe zu, die nur in einem partnerschaftlichen Prozess mit allen Beteiligten erledigt werden könne. Um dieser Verpflichtung und Verantwortung nachzukommen, veranstalte man ein Rehwildsymposium. Dieses finde am Freitag, 9. September, von 10 bis 17 Uhr in den Museen im Kulmbacher Mönchshof statt.

Als Festrednerin konnte Staatsministerin Michaela Kaniber gewonnen werden. In Vorträgen geht es um die zukunftsfähige Jagd, die Land- und Forstwirtschaft im schnellen Wandel oder den Lebensraum für das Rehwild. Nach den Impulsreferaten besteht Gelegenheit zur Diskussion. Ein   Dämmerschoppen im Biergarten und ein   öffentliches Konzert der Jagdhornbläser des Jagdschutz- und Jägervereins Kulmbach um 18 Uhr beschließen den Tag.

Zielgruppe des Symposiums sind Jäger aus der Region, Vertreter der Kommunal- und Landespolitik,   Netzwerkpartner aus der Wald- und Landwirtschaft,   Vertreter der öffentlichen Verwaltung sowie Interessierte.

Die Veranstalter wollen mit dem Symposium zur Vertiefung und Versachlichung des Dialogs und zum Austausch von Informationen unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Themenfeld Wald und Wild beitragen.

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