Landtag
Strahlenschutzzentrum nimmt nächste Hürde
Bei Schloss Steinenhausen ensteht ein Kompetenzzentrum für Strahlenschutz.
Bei Schloss Steinenhausen ensteht ein Kompetenzzentrum für Strahlenschutz.
Christine Fischer
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Steinenhausen – Der Landtag hat der ersten Teil-Projektplanung für das bei Schloss Steinenhausen geplante Kompetenzzentrum für Strahlenschutz zugestimmt.

Das bei Schloss Steinenhausen geplante Kompetenzzentrum für Strahlenschutz hat die nächste Hürde genommen. Wie die Abgeordneten Rainer Ludwig (FW) und Martin Schöffel (CSU) mitteilen, hat der Haushaltsausschuss des Landtags der ersten Teil-Projektplanung zugestimmt.

im Frühjahr soll’s losgehen

„Dieser Schritt war nötig, damit die Arbeiten auch wirklich planmäßig im Frühjahr starten können“, so Schöffel in einer Pressemitteilung. „Das Laborgebäude soll sich in die Landschaft regelrecht einschmiegen. So wird der Neubau von Melkendorf kommend kaum zu sehen sein.

Durch begrünte Erdwalle an den Seiten wird sich der Bau perfekt in die Landschaft integrieren,“ betont er weiter.

Die ersten zehn Millionen Euro fließen

Im nun beschlossenen ersten Bauabschnitt werden unter anderem 36 Sonden bis zu 95 Meter tief in den Boden eingebracht. Außerdem sind in diesem Abschnitt Ingenieurleistungen für das Abwasserkonzept, Baufeldfreimachungen und weitere Arbeiten enthalten. Die Kosten für diesen ersten Abschnitt liegen bei insgesamt rund zehn Millionen Euro.

Das neue Strahlenschutz-Kompetenzzentrum soll an der Außenstelle des Landesamts für Umwelt am Schloss Steinenhausen gebaut werden. Der Neubau wird eine Bruttogrundfläche von über 3700 Quadratmetern haben. 15 neue Arbeitsplätze sollen dorthin verlagert werden.

Ein absoluutes Zukunftsthema

„Wenn alles glatt läuft, könnte im Herbst 2025 das neue Labor seinen Betrieb bereits aufnehmen“, so Martin Schöffel. DerStrahlenschutz sei ein absolutes Zukunftsthema.

Das LfU in Steinenhausen arbeitet schon heute sehr intensiv daran. Unter anderem werde der Abbau des ehemaligen Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld überwacht. Aufgabe sei es auch, jederzeit für einen Katastrophenfall gerüstet zu sein. Aktuell seien knapp 60 Stellen in Kulmbach angesiedelt.

Leuchtturmprojekt kostet 42 Millionen Euro

Von einem Meilenstein spricht auch Rainer Ludwig. Die Gesamtkosten für das Leuchtturmprojekt beliefen sich auf rund 42 Millionen Euro. Er danke seinen Parteifreunden Umweltminister Thorsten Glauber und Landrat Klaus Peter Söllner, „die diese Entwicklung angestoßen und in die Realisierung gebracht haben“.

Das Projekt sei Ausdruck einer modernen Strukturentwicklung, schreibt Ludwig.

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