Vorschlag
JU: In Kulmbach sollen künftig Leihräder stehen
Ein Leihradsystem, wie es größere Städte bereits haben, möchte die Junge Union auch in Kulmbach etablieren.
Ein Leihradsystem, wie es größere Städte bereits haben, möchte die Junge Union auch in Kulmbach etablieren.
Foto: Archiv/Jens Kalaene, dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Kulmbach – Die Junge Union in Kulmbach möchte das Radverkehrskonzept um ein Leihradsystem ergänzen.

Nachdem Kulmbach unter bundesweit mehr als 400 Städten auf dem letzten Platz der Fahrradfreundlichkeit gelandet ist, hat die Stadt nun ihr Radverkehrskonzept vorgestellt, um diesen Platz loszuwerden. Auch die Junge Union Kulmbach beteiligt sich an der Ideenfindung zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit der Stadt, wie sie in einer Presseerklärung mitteilt.

Bereits 2021 hat sie eigenen Angaben zufolge Ideen zur Steigerung der Attraktivität der Stadt für Fahrradfahrer geliefert. „Mit mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Innenstadt wie dem Marktplatz oder dem ,Fritz’ wollten wir in kleinen Schritten die Fahrradfreundlichkeit unserer Stadt verbessern. Auch forderten wir bereits 2021 sogenannte Fahrrad-Service-Stationen, beispielsweise an der Stadthalle, zu installieren, um kleine Probleme am Rad schnell und einfach eigenständig beheben zu können,“ erklärt Frederik Barth, Ortsvorsitzender der Jungen Union Kulmbach. Er beklagt, dass diese Ideen gar nicht oder nur sehr ungenau in das neue Radverkehrskonzept aufgenommen wurden.

Pilotprojekt starten

Die Junge Union geht nun aber noch einen Schritt weiter, um die Fahrradfreundlichkeit der Stadt aktiv zu verbessen. Frederik Barth fordert die Stadt auf, ein Pilotprojekt zu starten, in dem sogenannte „Leihfahrrad-Systeme“ zum Einsatz kommen sollen. „Die Leihfahrräder bringen viele Vorteile. Beispielsweise eine einfache und schnelle Fortbewegung in der Stadt, auch ohne eigenes Auto oder Fahrrad mit sich,“ erklärt Barth.

Studenten und Touristen könnten profitieren

Auch profitierten künftige Studenten und Touristen von einer Möglichkeit, schnell und für kurze oder längere Zeiträume ein Rad leihen zu können. Mehr Fahrräder entlasteten außerdem den Straßenverkehr und verringerten Emissionen, wie Lärm oder Treibhausgase. Sogar Werbung lokaler Betriebe sei auf manchen Radmodellen möglich.

Um eine „Verschmutzung“ der Stadt mit ungenutzten Leihfahrrädern zu verhindern, will die Junge Union außerdem, dass das Abstellen der Fahrräder nur an bestimmten, gewollten Standorten möglich ist.

JU für Etablierung des Systems

„Das ist mit den neusten Versionen dieser Systeme bereits möglich,“ fügt Frederik Barth hinzu. Wenn die Testphase erfolgreich abgeschlossen wurde, möchte die Junge Union die Leihräder fest in der Stadt etablieren.

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