Corona in Bayern
Inzidenz bei Kleinkindern auf Rekordhoch
Schüler machen zu Beginn des Unterrichts Covid-19-Schnelltests. Getestet wird aktuell zweimal die Woche. Der Aufwand, auch logistisch, ist groß.
Die Corona-Neuerkrankungen bei Kindern sind drastisch gestiegen.
Foto: Peter Kneffel/dpa
Erlangen – Bayernweit steigt die Anzahl von Corona-Neuinfektionen bei Kindern rasant an. Vor allem Kleinkinder unter fünf sind betroffen.

Die Corona-Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen in Bayern steigt rasant. Für die vergangenen sieben Tagen liegt sie in der Altersgruppe sechs bis elf Jahre bei 2187, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag, 24. Januar, mitteilte. Das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zur vor einer Woche ausgewiesenen Inzidenz und der mit Abstand höchste je in Bayern gemeldete Wert.

Besonders betroffen: Kinder bis fünf Jahre

Den drastischsten relativen Anstieg gab es bei Kindern bis fünf Jahren. Hier sprang die Inzidenz von 376 vor einer Woche auf 1204. Das ist mehr als eine Verdreifachung. Auch die Altersgruppen der Zwölf- bis 15-Jährigen mit 1565 und der 15- bis 19-Jährigen mit 1596 weisen Werte weit über dem Durchschnitt auf. Das Wachstum fällt hier allerdings geringer aus.

Die niedrigsten Inzidenzen gibt es in den Altersgruppen ab 80 sowie 60 bis 79 mit Werten von 193 und 270. Auch hier stiegen die Zahlen aber deutlich an. Über alle Altersgruppen hinweg ermittelte das LGL einen Inzidenzwert von 929. Die leichte Abweichung zum RKI-Wert von 922,2 ergibt sich durch einen etwas späteren Stichzeitpunkt für die Zählung.

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Zu den hohen Werten bei Kindern und Jugendliche könnte auch beitragen, dass es in Schulen sowie bei Kindergartenkindern eine Verpflichtung zu regelmäßigen Tests gibt. Symptomlose Infektionen werden dadurch leichter entdeckt.