Jupps Gartentipps
Gartenexperte: Wildkräuter vielseitig einsetzbar
Gänseblümchen
Gänseblümchen sind nicht nur eine Zierde im Rasen. 
Josef Schröder
F-Signet von Josef Schröder Fränkischer Tag
Bamberg – Gänseblümchen und Bärlauch bringen Abwechslung in die Ernährung. Das macht wilde Kräuter so besonders.

Es gibt Wildkräuter in großer Fülle, die als Lebensmittel verwendet werden können. Im Garten, auf der Wiese und im Wald ist der Tisch reichlich gedeckt. Man lernt die Schätze der Natur wiederzuentdecken. 

Selbst auf Speisekarten der Spitzenrestaurants sind Wildpflanzen wie Bärlauch oder Gänseblümchen zu finden. Da man rund ums Jahr Salat- und Gemüsesorten kaufen kann, sind die Kenntnisse über die Verwertung von Wildkräutern vielfach in Vergessenheit geraten. 

Alle Wildkräuter enthalten im Gegensatz zum gebräuchlichen Kopfsalat hohe Konzentrationen von Mineralien, Vitaminen und sekundären Pflanzenwirkstoffen. Das macht die Wildsalate besonders gesund. 

Kräuter als grüne Energie nach dem Winter

Früher haben die Menschen nach einem harten und entbehrungsreichen Winter förmlich nach dem ersten Grün gelechzt und wussten es in vielfältiger Weise und mit Fantasie zu nutzen.

Man war auf die Inhaltsstoffe dieser Pflanzen angewiesen. Im Frühjahr haben viele Pflanzen die größten Wirkstoffe und können die Frühjahrsmüdigkeit vertreiben.

Huflattich als Antike Heilpflanze 

Der Huflattich blüht jetzt an Wegrändern und Straßenböschungen. Erst, wenn er bereits verblüht, erscheinen die herz- oder hufförmigen bis 30 Zentimeter großen Blätter. 

Huflattich wurde bereits in der Antike als Heilpflanze gegen Husten und Heiserkeit genutzt. Seine einhüllende Wirkung schützt die Schleimhäute und wirkt entzündungshemmend. Die Blütenstängel sind in knospigem Zustand als gedünstetes Gemüse sehr geschätzt. 

Gänseblümchen: Schön und lecker

Gänseblümchen im Rasen sind ein wunderbarer Anblick. Sie tragen auch sehr zum biologischen Gleichgewicht im Garten bei, da die Blüten Nützlinge wie Schwebfliegen anlocken, deren Larven die größten Blattlausvertilger sind. 

Die Blüten schmecken zudem vorzüglich auf Butterbroten und bringen Abwechslung in den Speiseplan. Sie werden auch sehr gern zum Dekorieren von Suppen verwendet.

Außerdem sind die Blätter der Gänseblümchen essbar. Ein Tee von den Blüten schmeckt lecker und hilft bei verschieden Wehwehchen, regt den Stoffwechsel an, hilft bei Verdauungsbeschwerden und hilft, Schleim zu lösen. Das Gänseblümchen ist also eine kleines Wunderkraut und noch dazu sehr schön.

Übrigens, die Blüten zeigen immer der Sonne ihr Gesicht.

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