Jupps Gartentipps
Kletter- und Schlingpflanzen verschönern Wände
Kletterpflanzen auf dem Balkon
Die Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata) hält nur ein Jahr, während Bougainvilleen (Bougainvillea) zu den Mehrjährigen gehören - im Topf aber im Winter rein müssen.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn
Bamberg – Kaum eine andere Pflanzengruppe lässt sich so vielseitig verwenden wie die, der Kletter- und Schlingpflanzen. Mit ihnen kann man ein Stück verloren gegangene Natur zurückholen.

Begrünte Wände bilden eine große ästhetische Bereicherung und haben einen positiven Einfluss auf die Psyche. In einer tristen Betonwüste dagegen stauen sich Ärger und Aggression auf. Frühere Generationen scheuten sich viel weniger Klettergehölze sowie Obstspaliere zur Verschönerung ihrer Häuser, des Gartens oder ganzer Dörfer zu verwenden. Das beweisen alte Fotografien oder Ortsansichten auf Postkarten.

Eine große Portion von Fingerspitzengefühl muss aber vorhanden sein, um Rankgewächse und Spaliere richtig einordnen zu können. Meistens ist eine gute Beratung notwendig, um Unsicherheiten auszuräumen. Die Angst vor Bauschäden verhindert oft die Ausbreitung dieser Begrünungskultur.

Clematis richtig einpflanzen

Clematis sind Waldpflanzen und wollen deshalb nicht unbedingt in die pralle Sonne stehen. Halbschatten ist für die rund 200 Clematisarten und sorten das Beste. Manche von ihnen wachsen ähnlich stark wie der Knöterich. Andere wiederum wie die Wildform Clematis alpina werden nur circa 1,50 m groß. Auch alle großblumigen Arten wachsen langsam. Als Waldrandpflanzen benötigen die vielen Clematisarten einen schattigen "Fuß", der durch niedrig bleibende Sträucher oder Stauden erzeugt wird. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass der Wurzelballen, ähnlich wie beim Wein, schräg in die Erde kommt.

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