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Kremsbeere: hübsch, aber giftig
Die Kermesbeere macht sich als Neubürgerin aus Nordamerika immer mehr in unseren Gärten breit.
Die Kermesbeere macht sich als Neubürgerin aus Nordamerika immer mehr in unseren Gärten breit.
Foto: Josef Schröder
Bamberg – Die auffällige Kermesbeere macht sich als Neubürger aus Nordamerika in unseren Gärten breit. Der invasive Neophyt sollte nicht bewusst gepflanzt werden.

Die sehr dekorative Kremsbeere blüht von Juli bis Ende August mit aufrecht stehenden rosa Blütentrauben. Später sind sie voller giftiger blauschwarzer Beeren. Diese werden auch heute noch zum Färben verwendet. Die appetitlich aussehenden Früchte der Kermesbeere sind für den Menschen giftig. Vögel, denen das Gift nichts ausmacht, sorgen mit ihrem Kot für die Verbreitung des Samens.

Die Pflanze wird circa 1.50 Meter hoch und stirbt im Herbst ab, um im Frühjahr wieder neu auszutreiben. Leider macht sich die Kermesbeere auch immer mehr in lichten Wäldern breit. Dort mag man diese Einwanderer überhaupt nicht gern. Sie ist sogar als invasiver Neophyt eingestuft und sollte deswegen auf keinen Fall bewusst im eigenen Garten angepflanzt werden.

Aber manche Gartenbesitzer finden die Kermesbeere wunderschön. „Vielleicht ist es ein Kompromiss, die Samen nicht ausreifen zu lassen und die Beeren rechtzeitig zu entfernen. Dann muss man auch nicht auf die schöne weiße Blüte verzichten“, so der Vorschlag einer Hobbygärtnerin. Die Kermesbeere sei weit harmloser als andere invasive Neophyten wie Herkulesstaude, Japanischer Knöterich und Ambrosia.

 

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