Berufsausbildung
Handwerker-Nachwuchs zeigt sein Können
Mark Böhm und Max Beckert haben unter den Augen des Kommunbräu-Braumeisters Alexander Matthes das Siegerbier „Frostis Winterseidla“ nachgebraucht. Auch Yannick Herrmann und Johannes Brügger haben bei der Abfüllung in Fässer und Flaschen geholfen. Jetzt können die Ehrengäste und die Gewinner der Bayerischen Rundschau probieren.
Mark Böhm und Max Beckert haben unter den Augen des Kommunbräu-Braumeisters Alexander Matthes das Siegerbier „Frostis Winterseidla“ nachgebraucht. Auch Yannick Herrmann und Johannes Brügger haben bei der Abfüllung in Fässer und Flaschen geholfen. Jetzt können die Ehrengäste und die Gewinner der Bayerischen Rundschau probieren.
Foto: Sonny Adam
Kulmbach – Brauer- und Metzgergesellen tischen ihre Siegerprodukte aus zwei Wettbewerben in der Kommunbräu in Kulmbach auf.

Bei den Wettbewerben „Bierwerk 2021“ und „Fleischerswerk 2021“ haben die Nachwuchsbrauer und die Nachwuchsmetzger der Hans-Wilsdorf-Schule gezeigt, was Handwerk möglich macht. Am Donnerstag, 8. Juli, präsentieren die Sieger das beste Bier und die besten Bratwürste in der Kommunbräu. Unsere Leser können dabei sein.

Handwerk hat goldenen Boden. Genau das möchte der Leiter des beruflichen Schulzentrums, Alexander Battistella, jetzt öffentlich präsentieren. Denn gemeinsam mit der Kommunbräu werden die besten Schülerprodukte gekürt.

Einmal im Jahr brauen die Braugesellen, die an der Hans-Wilsdorf-Schule ausgebildet werden, in der kleinen Lehrbrauerei in der Schule ein kreatives Bier ein. Bei einem großen Wettbewerb kürt eine Fachjury dann den besten Gesellensud Oberfrankens.

Die Platzierungen

In diesem Jahr gewannen Mark Böhm und Max Beckert, Yannick Herrmann und Johannes Brügger mit der Bierkreation „Frostis Winterseidla“. Das Schülerquartett hat unter den Augen des Kommunbräu-Braumeisters Alexander Matthes das Siegerbier nachgebraut und in Fünf-Liter-Fässer und Flaschen abgefüllt. „Das Siegerbier ist ein bernsteinfarbiges Bier mit ausgeprägter Malznote. Es hat einen sehr angenehmen Kohlensäuregehalt“, charakterisiert der Kommunbräu-Braumeister das Bier.

Insgesamt 800 Liter „Frostis Winterseidla“ wurden eingebraut, verrieten die Schüler. Jetzt soll das Bier, das natürlich nach dem Reinheitsgebot hergestellt wurde, öffentlich verkostet werden.

Anstich mit dem Landrat

Bei der Veranstaltung am 8. Juli um 18 Uhr wird Landrat Klaus Peter Söllner den Anstich vornehmen. Und dann können die Ehrengäste den besten Gesellensud Oberfrankens probieren. Und weil zur fränkischen Bierkultur selbstverständlich auch Bratwürste gehören, haben die angehenden Metzger in diesem Jahr ebenfalls einen Leistungswettbewerb durchgeführt: „Fleischerswerk 2021“.

Die besten drei Bratwürste werden auf den Grill kommen und können getestet werden. Die Gewinner-Bratwurst ist eine echt Kulmbacher Zi-tronenbratwurst.

„Sie sieht aus wie eine echte Kulmbacher Bratwurst. Sie ist so fein wie eine echte Kulmbacher Bratwurst – und dann kommt die Überraschung: Denn am Ende schmeckt man die frische Zitronennote“, erklärt der Leiter des beruflichen Schulzentrums und freut sich schon auf das Urteil der Ehrengäste und der Gewinner.

Ebenfalls probiert werden können die zweit- und drittplatzierte Bratwurst: eine Bauernbratwurst im Bändeldarm mit integriertem Bauernfrühstück.

Kleine Panne

Daniel Sommerer, der in der Produktionsgruppe war, erklärte, dass es bei der Erstproduktion eine kleine Panne gab. „Wir haben die Kartoffeln gekocht. Kartoffeln haben Stärke. Damit hatten wir nicht mehr die Bindung. Jetzt wolfen wir die Kartoffeln mit durch und die Konsistenz ist viel besser“, freut sich Sommerer schon auf das neue Ergebnis.

Und die dritte Bratwurst im Bunde ist schließlich eine Maibock-Bacon-Bratwurst.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: