Handball
Eulen Ludwigshafen überraschen HC Erlangen
Die Eulen Ludwigshafen mit Hendrik Wagner (am Ball) treffen die Erlanger mit Daniel Mosindi, Sebastian Firnhaber und Jan Schäffer (hinten, von links) mit ihrem 24:19-Sieg  ins Herz.
Die Eulen Ludwigshafen mit Hendrik Wagner (am Ball) treffen die Erlanger mit Daniel Mosindi, Sebastian Firnhaber und Jan Schäffer (hinten, von links) mit ihrem 24:19-Sieg ins Herz.
Foto: Sportfoto Zink
Erlangen – Unnötige Niederlage: Die Eulen Ludwigshafen überrumpeln den HC Erlangen und gewinnen verdient mit 24:19.

Nichts anderes als einen Sieg gegen die Eulen aus Lufwigshafen hatte HC Erlangen-Trainer Michael Haaß vor diesem Spieltag der Handball-Bundesliga ausgegeben. Die Eulen stecken schließlich im Abstiegskampf, während Platz 12 für Erlangen eigentlich zu wenig ist. Es wurde nicht der erhoffte Sieg für Haaß und sein Team, dafür waren die Gäste zu stark. Mit 19:24 (8:12) mussten sich die Franken geschlagen geben.

Bundesliga, Männer

HC Erlangen – Eulen Ludwigshafen 19:24

Schmerzlich vermisst wurde Petter Øverby bei den Franken: Der Co-Kapitän der Erlanger hatte sich beim Spiel gegen Kiel am Knie verletzt und fehlt dem HC Erlangen mehrere Wochen. Demnach wird Øverby in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen können. Ohne ihren Co-Kapitän hatten die Erlanger keinen guten Start. Sie holten sich zwar regelmäßig die zweiten Bälle von der gut stehenden Eulen-Abwehr, aber die Gäste wirkten frischer.

In der ersten Viertelstunde stach Steffen Fäth heraus, der seine Mitspieler gut in Szene setzte: Nach seiner Vorarbeit erzielte Jan Schäffer das zwischenzeitliche 6:6. Doch die Eulen waren schnell wieder in Führung. Obwohl das Rückzugsverhalten der Erlanger lobenswert war, trafen die Gäste zur Zwei-Tore-Führung (6:8). HCE-Coach Michael Haaß nahm eine Auszeit.

Torwart Martin Ziemer zeigte einige gute Reflexe. Über fünf Minuten gab es auf beiden Seiten keine Tore, dann nahm Ludwigshafen die Auszeit. Danach waren die Gäste besser und zogen auf vier Tore weg (6:10). Simon Jeppsson fasste sich ein Herz und zog fast allein bis zum Tor des Gegners – 8:10. Doch die Eulen waren effektiver. Zur Pause stellten sie den Vier-Tore-Vorsprung wieder her – 8:12.

Ludwigshafen wirkt befreiter

Genervt waren die Erlanger in die Kabine gegangen, genervt waren sie auch, als der Gast nach der Pause erneut traf: Hendrik Wagner netzte zum 8:13 ein. Fäth rettete diesen Fauxpas seiner Mannschaft mit seinem Treffer im direkten Gegenzug. Torwart Ziemer wurde immer mehr zum Bollwerk, zeigte gute Paraden und hielt sein Team im Spiel. Erlangen spielte nun schneller als zuvor und erhöhte den Druck durch eine 5:1-Deckung. Doch der HCE hatte einen gebrauchten Tag.

„Wir hatten einfach einen Stock im Arsch im Angriff. 19 Tore nur – das haben wir uns anders vorgestellt“, sagte Jan Schäffer im Interview mit Sky.