Volleyball
TV/DJK-Volleyballer stellen sich selbst ein Bein
Im Spiel gegen den TSV Lengfeld (unser Bild) durfte TV/DJK-Trainer Ralf Kaiser deutlich zufriedener sein mit dem Auftritt seiner Mannschaft als am Tag zuvor.
Im Spiel gegen den TSV Lengfeld (unser Bild) durfte TV/DJK-Trainer Ralf Kaiser deutlich zufriedener sein mit dem Auftritt seiner Mannschaft als am Tag zuvor.
ssp
Jürgen Schmitt von Jürgen Schmitt Saale-Zeitung
Hammelburg – Die Frauen des TV/DJK Hammelburg verlieren, doch die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden. Erster Punkt fürs Männerteam in der Bayernliga.

TV/DJK Hammelburg – N.H. Young Volleys 1:3 (21:25, 20:25, 25:23, 21:25).

Mit der Niederlage im Spitzenspiel mussten die Hammelburgerinnen die Tabellenführung an die Oberfranken abgeben. Das alles in einem sehr engen Match. In die ersten beiden Sätzen starteten die TV/DJK-Frauen gut, doch allmählich kamen die Young Volleys aus den Stammvereinen TSV Neudrossenfeld und SCG Hollfeld immer besser ins Spiel und punkteten durch konstanten Aufschlags- und Angriffsdruck. Ins Spiel der Gastgeber schlichen sich zusehends Fehler ein, die Abwehr wirkte phasenweise unkonzentriert und die Annahme wackelte immer wieder. Zudem hatten sich die Young Volleys in Block- und Feldabwehr perfekt auf Tabea Lang eingestellt.

In beiden Sätzen schmolz der Vorsprung zusehends dahin, der folgende Rückstand konnte nicht mehr repariert werden. Besser werden musste es also im dritten Durchgang – und wurde es auch. Die eigenen Aufschläge hinterließen die erhoffte Wirkung, im Angriff und bei der Blockarbeit wurde nun variabler und effektiver agiert. Selbst ein Zwischenspurt der Gegnerinnen konnte die Hammelburgerinnen nicht beirren. Nur schade, dass der Teilerfolg keine endgültige Wende bringen sollte. Auch im vierten Satz führten die TV/DJKlerinnen, doch wie in den Sätzen eins und zwei wurde der Vorsprung auch durch eigenes Verschulden verspielt. „Die Mannschaft, die die bessere Leistung gezeigt hat, hat verdient gewonnen. Wir haben phasenweise ein gutes Spiel gemacht, nur leider waren diese Phasen einfach zu kurz“, bilanzierte TV/DJK-Trainer Ralf Kaiser.

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TV/DJK Hammelburg – TSV Lengfeld 3:0 (29:27, 25:16, 25:18).

Die am Vortag erlittene Niederlage hinterließ unter dem Strich keine negativen Auswirkungen. Zumindest im ersten Satz hielt Lengfeld, krankheitsbedingt mit kleinem Kader und ohne standardmäßige Zuspielerin angereist, stark dagegen und erspielte sich zu Beginn einen 4-Punkte-Vorsprung. Der physisch überlegene Block der Lengfelderinnen stellte eine große Herausforderung für die Hammelburgerinnen dar, außerdem agierte Mannschaftsführerin Tabea Lang auf der für sie ungewohnten Mittelblockposition, was Abstimmungsprobleme mit dem Zuspiel nach sich zog. Nach deutlichen Worten von Ralf Kaiser in zwei Auszeiten stabilisierte sich das Hammelburger Spiel. Die Abwehr verteidigte nun auch die kurzen Lobs, im Aufschlag wurden weniger Fehler produziert und der Angriff fand bessere Lösungen.

Tabea Lang konnte sich nun sogar gegen den gegnerischen Dreierblock eindrucksvoll durchsetzen, sodass der Auftaktsatz in der Verlängerung an die Saalestädterinnen ging. In den folgenden beiden Sätzen war das Spiel der Hammelburgerinnen von Beginn an konstanter und konzentrierter. Einmal in Führung, wurde der Vorsprung, trotz zwischenzeitlicher Wackler kontinuierlich ausgebaut. Voran ging wieder Tabea Lang, die nahezu jeden Ball über die Mitte in einen Punkt verwandelte. Zum Punkte-Garanten avancierte auch der eigene Block. Nun geht es in die verdiente kurze Winterpause. Bis zum vierten Platz ist die Tabelle eng beisammen, was eine spannende Rückrunde im Kampf um den Aufstieg verspricht.

Die Tabelle der Bayernliga Frauen

TV/DJK Hammelburg II – TSV Friedberg II 2:3 (25:23, 22:25, 27:25, 14:25, 6:15).

Die Sache mit den Emotionen ist eine komplizierte bei den Hammelburger Bayernliga-Herren. Dass die Truppe immer noch mit mangelnder Abstimmung kämpft, erklärt die prekäre Lage in der Tabelle. Umso wichtiger ist eine positive Grundstimmung auf dem Feld, die selbstredend leichter fällt, wenn die Ergebnisse passen. Gegen die mit nur sieben Spielern angetretenen Friedberger reichte es immerhin zum ersten Punkt der Saison überhaupt. „Unser Grundproblem ist nicht die Überlegenheit der Gegner, denn wir hätten schon öfters gewinnen können. Aber wir sind halt eine ziemlich zusammengewürfelte Mannschaft, die noch nicht lange zusammen trainiert“, weiß Spieler Nelson Haase. Diesmal hätte es sogar ein 3:0-Sieg sein können, denn auch im zweiten Satz hatten die Saalestädter immer wieder gute Phasen. „Schade, dass wir ausgerechnet im Tiebreak unsere schlechteste Leistung ablieferten und uns insgesamt zu viele Aufschlag-Fehler aufgrund mangelnder Präzision erlaubt haben. Da war eindeutig mehr drin“, sagt Haase. Emotionen gab es durchaus, wie eine Gelbe und eine Rote Karte zeigen. Jetzt gilt es diese nur noch zu kanalisieren.

Die Tabelle der Bayernliga Männer

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