Fußball
SpVgg Bayreuth hat Skandal-Entscheidung abgehakt
Thomas Kleine (rechts) haderte im Spiel gegen die SV Elversberg wieder einmal mit einer Schiedsrichterentscheidung. Ein nicht gegebener Elfmeter für die SpVgg Bayreuth erhitzte die Gemüter.
Thomas Kleine (rechts) haderte im Spiel gegen die SV Elversberg wieder einmal mit einer Schiedsrichterentscheidung. Ein nicht gegebener Elfmeter für die SpVgg Bayreuth erhitzte die Gemüter.
Foto: Peter Mularczyk
Jannik Reutlinger von Jannik Reutlinger Fränkischer Tag
Bayreuth – Vor dem letzten Drittliga-Spiel des Jahres bei Viktoria Köln will sich die SpVgg Bayreuth auf die eigene Leistung konzentrieren. Trainer Thomas Kleine ist weiterhin vom Klassenerhalt überzeugt.

Einmal noch, dann ist Winterpause: Die SpVgg Bayreuth (19.) ist in ihrem letzten Drittliga-Spiel in diesem Jahr am Sonntag (14 Uhr) bei Viktoria Köln (8.) gefordert. Die Ausgangslage ist klar. Mit einem Sieg könnte die Altstadt womöglich auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern, wohingegen bei einer Niederlage die rote Laterne droht.

3. Liga

Viktoria Köln – SpVgg Bayreuth

Mittlerweile hat sich der Gemütszustand von Trainer Thomas Kleine, der unmittelbar nach der 0:1-Niederlage gegen die SV Elversberg von einem Skandal sprach und davon, wie schwer es ihm mittlerweile falle, solche Fehlentscheidungen zu akzeptieren und ruhig zu bleiben, wieder normalisiert.

„Zu den Aussagen stehe ich, gerade wenn man die Situation gesehen hat“, sagt Kleine drei Tage nach der Partie. „Es war dennoch ein verdienter Sieg von Elversberg. Dass man sich aufregt, ist klar. Da wird es keinen geben, der das nicht tut, wenn er mit dem Herzen dabei ist.“

Was war passiert? Es lief die 23. Minute, als dem Elversberger Innenverteidiger Laurin von Piechowski der Ball im eigenen Strafraum an die Hand sprang. Es hätte Elfmeter geben müssen. Die Fernsehbilder bestätigten, was viele der knapp 4000 Zuschauer im Hans-Walter-Wild-Stadion gesehen hatten – Schiedsrichter Florian Heft und dessen Assistenten allerdings nicht.

Bayreuth führt Tabelle der Fehlentscheidungen an

In der Tabelle der Fehlentscheidungen bei „Liga3-online“, die vom ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati geführt wird, sind mittlerweile neun Benachteiligungen, darunter acht Elfmeter, gegen die Bayreuther zu finden.

Damit liegt der Aufsteiger zusammen mit dem FC Ingolstadt an der Spitze. Dagegen hat die Kleine-Elf als einzige Mannschaft noch nicht von einer Fehlentscheidung profitiert. „Schiedsrichterentscheidungen können wir nicht beeinflussen“, weiß Kleine. „Wir arbeiten weiter und bekommen mit Sicherheit dann mal die eine oder andere Szene für uns gepfiffen.“

Viktoria Köln hat einen Lauf

Der Fokus richtet sich in Köln wieder auf die eigene Leistung. „Ich habe mit der Mannschaft darüber gesprochen, was wir gegen Elversberg gut und was wir schlecht gemacht haben“, betont der 44-Jährige. „Wir gehen das Spiel mit dem Wissen an, was wir beeinflussen können.“

In Köln treffen die Bayreuther auf eine Mannschaft, bei der es zuletzt sportlich gut lief. „Man merkt, dass die Kölner einen Lauf haben“, verweist Kleine auf die gewonnenen Partien in Ingolstadt (3:1), gegen Aue (3:0) und in Dortmund (2:0). „Für uns geht es darum, mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen“, betont der 44-jährige Ex-Profi.

Dass die Altstädter auf einem Abstiegsplatz überwintern könnten, ist für Kleine kein Thema. „Wir haben danach noch 21 Spiele, sind in Schlagdistanz und haben in vielen Spielen gezeigt, dass wir mithalten können“, so Kleine, der „komplett überzeugt“ ist, mit seiner Mannschaft am Ende über dem Strich zu stehen.

Für das letzte Punktspiel des Jahres hat sich die Personalsituation etwas entspannt. Der gegen Elversberg gesperrte Alexander Groiß kehrt zurück. Zudem sind die lange verletzten Edwin Schwarz und Dennis Lippert wieder eine Option. Lediglich Tobias Weber, Steffen Eder und Patrick Weimar werden in Köln fehlen.

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