Fußball
SpVgg Bayreuth erkämpft sich einen Zähler
Alexander Nollenberger (links, daneben Tobias Stockinger) ist die Lebensversicherung der SpVgg Bayreuth. Beim MSV Duisburg erzielte der 25-Jährige seinen sechsten Saisontreffer.
Alexander Nollenberger (links, daneben Tobias Stockinger) ist die Lebensversicherung der SpVgg Bayreuth. Beim MSV Duisburg erzielte der 25-Jährige seinen sechsten Saisontreffer.
Foto: Eibner-Pressefoto/Thomas Thienel
Jannik Reutlinger von Jannik Reutlinger Fränkischer Tag
Duisburg – Nach dem Coup gegen die Löwen punktet die SpVgg Bayreuth auch beim MSV Duisburg. Mit etwas mehr Fortune wäre für den Aufsteiger sogar die volle Ausbeute drin gewesen.

Die SpVgg Bayreuth hat die englische Woche in der 3. Liga mit einem 1:1 beim MSV Duisburg eingeläutet. Ein Ergebnis, mit dem der Aufsteiger angesichts seiner personellen Situation gut leben kann.

Mit den angeschlagenen Luke Hemmerich und Jann George, dem Siegtorschützen gegen den TSV 1860 München, musste Trainer Thomas Kleine auf zwei wichtige Spieler verzichten. Die ersatzgeschwächten Bayreuther lieferten gegen einfallslose Zebras einen ordentlichen Auftritt ab. Bis auf die Situation vor dem Ausgleichstreffer überzeugte die Mannschaft vor allem defensiv.

3. Liga

MSV Duisburg – SpVgg Bayreuth 1:1 (0:1)

Viele Zweikämpfe, viele Fouls und wenig Spielfluss. Die ersten Minuten waren umkämpft, vor den Toren passierte in der Anfangsphase nichts. Die Duisburger hatten wie erwartet mehr Ballbesitz, doch gegen eine kompakte Bayreuther Abwehr kamen sie nicht zum Zug.

MSV Duisburg mit Halbchancen

Nach einer Viertelstunde verlagerte sich das Spielgeschehen für einige Minuten in die Altstädter Hälfte, was nicht zuletzt an nun früher störenden Duisburgern lag. Daraus entsprang die erste nennenswerte Chance für Aziz Bouhaddouz, dessen Kopfball auf dem Tornetz landete.

Lange hielten die Zebras den Druck aber nicht aufrecht, so dass sich die Bayreuther befreiten und das Spiel wieder offener gestalteten. Torchancen waren weiter rar gesät. Ein harmloser Distanzschuss von Moritz Stoppelkamp, der kein Problem für SpVgg-Torwart Sebastian Kolbe darstellte, und ein Fallrückzieher von Marvin Ajani, der sein Ziel um rund zwei Meter verfehlte, waren die größten Aufreger aus Sicht der Heimelf.

SpVgg Bayreuth mit Effizienz

Jubeln durften dagegen die Altstädter, die ihre erste Gelegenheit in einen Treffer ummünzten. Einen langen von Marcel Götz legte Stefan Maderer vor und Erol Zejnullahu bereitete mit einem Kontakt den Weg für Alexander Nollenberger, der links unten einschoss (38.).

Die Duisburger wirkten etwas ratlos, während der Bayreuther Matchplan voll aufging. Dass die Gäste im zweiten Abschnitt an ihrem Spielstil festhalten wollten, war keine Überraschung.

„Wir wollen dort anknüpfen, wo wir aufgehört haben“, sagte Julian Kolbeck in der Halbzeitpause bei Magentasport. Mit der Auswechslung von Nollenberger, der sich aufgrund von Rückenschmerzen kaum noch bewegen konnte, vermeldete der Bayreuther Co-Trainer jedoch eine schlechte Nachricht.

SpVgg Bayreuth: Beim Ausgleich nicht aufmerksam genug

Für die Oberfranken ging es allerdings erst einmal darum, ihren Vorsprung zu behaupten. Die Duisburger rannten an, wirkliche Torgefahr entstand aber nicht. Am gefährlichsten waren die ruhenden Bälle aus dem Halbfeld, die Stoppelkamp immer wieder mit Zug in den Strafraum brachte.

Über weite Strecken verteidigten die Altstädter konsequent, beim Ausgleich waren sie allerdings zu passiv. Stoppelkamps Flanke wurde nicht unterbunden, im Zentrum setzte sich Niklas Kölle mit vollem Körpereinsatz gegen Felix Weber und Moritz Heinrich durch – 1:1 (65.).

Die Bayreuther erholten sich schnell vom Ausgleich, schafften immer wieder Entlastungsangriffe. Ein Kopfball von Weber nach einer Latteier-Ecke war die beste SpVgg-Chance des zweiten Durchgangs. Da die Kleine-Elf keine Duisburger Chancen mehr zuließ, stand nach 90 intensiven, aber nicht immer hochklassigen Minuten ein leistungsgerechtes Unentschieden.

„Wenn man 1:0 führt und wenig klare Chancen zulässt, hofft man den Dreier mitzunehmen“, sagte Kleine. „Man muss aber klar sagen, dass es ein ausgeglichenes Spiel war, so dass wir den Punkt gerne mitnehmen.“

Bereits am Dienstag (19 Uhr) empfängt die SpVgg Bayreuth die SV Elversberg, ehe am Sonntag bei Viktoria Köln das letzte Spiel des Kalenderjahres ansteht. Gegen den Tabellenführer muss Kleine auf Alexander Groiß verzichten, der sich in der Nachspielzeit Gelb-Rot einhandelte.

Statistik des Spiels

MSV Duisburg: Müller – Bitter, Senger, Mai, Mogultay, Jander (62. Kölle), Bakalorz, Ajani (62. Stierlin), Michelbrink (46. Pusch), Stoppelkamp, Bouhaddouz (78. Knoll)

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Heinrich, F. Weber, Moos, Götz, Kirsch (80. Andermatt), Groiß, Stockinger (63. Thomann), Zejnullahu (75. Latteier), Nollenberger (46. Steininger), Maderer (63. Ziereis)

Schiedsrichter: Richard Hempel (Großnaundorf)

Zuschauer: 10.243

Tore: 0:1 Alexander Nollenberger (37.), 1:1 Niklas Kölle (65.)

Gelb-Rote Karte: -/Alexander Groiß (90.+2)

Tabelle der 3. Liga

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