Eishockey
Tigers reisen mit voller Kapelle zum Ex-Kollegen
Zwei Mal besiegten die Bayreuther (rechts Petteri Nikkilä) den EV Landshut (links Tyson McLellan) in der Vorbereitung.
Zwei Mal besiegten die Bayreuther (rechts Petteri Nikkilä) den EV Landshut (links Tyson McLellan) in der Vorbereitung.
Foto: Peter Mularczyk
Bayreuth – Die Bayreuther müssen am 1. Spieltag der DEL 2 nach Regensburg, wo sie auf einen alten Bekannten treffen. Zum ersten Heimspiel kommt Landshut.

An diesem Freitag fällt der Startschuss für die zehnte Spielzeit der zweithöchsten deutschen Eishockey-Liga, DEL 2. Dabei kommt es für die Bayreuth Tigers zum Wiedersehen mit den Eisbären aus Regensburg, die sie im Frühjahr 2016 in vier dramatischen und engen Aufstiegsduellen bezwungen hatten. Beginn ist um 20 Uhr in der Donau-Arena.

Zum ersten Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) erwarten die Bayreuther den EV Landshut.

DEL 2

Eisbären Regensburg – Bayreuth Tigers

Wenig Bewegungen nimmt man wahr, betrachtet man sich den Kader der Oberpfälzer. Ersetzen mussten sie die Leistungsträger Peter Flache und Goalie Peter Holmgren, die dem Eishockeysport Lebewohl gesagt haben, sowie Tomas Pilhal, der ein Engagement in seiner tschechischen Heimat angenommen hat.

Mit Patrick Demetz kam ein junger Verteidiger aus Leipzig. Für den Angriff verpflichteten die Eisbären die Deutschland-Neulinge Topi Piipponnen aus Finnland, der knapp 180 Erstligapartien in seiner Heimat bestritt, und Radim Matus aus Tschechien.

Der US-Amerikaner Kyle Osterberg, der 2019/20 in Deggendorf aktiv war, verletzte sich in der Vorbereitung so schwer, dass er für einen längeren Zeitraum ausfällt. Ebenfalls aus den USA – aber zuletzt in der Slowakei aktiv – kam Goalie Devin Williams, der noch vor Saisonstart mit einem deutschen Pass ausgestattet wurde.

Ansonsten vertrauen die Oberpfälzer um Chef-Coach Max Kaltenhauser den Aufstiegshelden wie Richard Divis, Nikola Gajovsky, Erik Keresztury und dem in Bayreuth bekannten Constantin Ontl, der 33 Einsätze in Gelb-Schwarz absolvierte.

Das Vorbereitungsprogramm, das Partien gegen die Zeller Eisbären, den ESV Kaufbeuren, die Heilbronner Falken, die Kassel Huskies sowie den HC Banik Sokolov beinhaltete, brachte Licht und Schatten. Drei Mal ging Regensburg als Sieger vom Eis, vier Niederlagen gab es.

Auch wenn die Rolle des favorisierten Teams eher bei den Tigers liegen sollte, werden sie Regensburg nicht unterschätzen. Denn die Eisbären setzen auf ein eingespieltes Team und die Unterstützung ihrer Fans.

Jan Pavlu noch im Bayreuther Trikot. Nun spielt er für den EV Landshut.
Jan Pavlu noch im Bayreuther Trikot. Nun spielt er für den EV Landshut.
Foto: Peter Mularczyk

Bayreuth Tigers – EV Landshut

Die Landshuter trafen in der Vorbereitung zwei Mal auf Bayreuth. Beide Male behielten die Tigers die Oberhand. Das Team um Chef-Coach Heiko Vogler unterzog sich einer etwas größeren Verwandlung. So tauschten sie auf drei Kontingentstellen das Personal.

Mit Brett Cameron aus Kassel sowie Nick Pageau und Tyson McLellan aus Freiburg holten die Landshuter Akteure, die bei ihren bisherigen Stationen in der DEL2 stets überzeugten.

Nicht weniger Erwartungen setzen die Gäste in den deutschen Sektor, der in dieser Saison die Niederbayern verstärkt. David Zucker, Samir Kharboutli, Jakob Meyenschein, Thomas Brandl und der Ex-Bayreuther Jan Pavlu sollten allesamt als Leistungsträger auftreten, ebenso wie Goalie Sebastian Vogl, der in den vergangenen zehn Jahren in der DEL spielte.

Hinzu gesellt sich in seiner zweiten Saison in Landshut mit Marco Pfelger einer der besten deutschen Angreifer der Liga.

Bayreuther Team ist komplett

Die Trainingswoche in Bayreuth sei außerordentlich gut verlaufen. Das Team ist komplett. „Wir haben gut trainiert. Die Jungs sind absolut fokussiert. Dass wir die Qual der Wahl haben, ist eine durchaus angenehme Situation“, sagt Assistenz-Coach Marc Vorderbrüggen.

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: