DFB-Pokal
Leipzigs und Freiburgs Final-Schlüsselspieler
Christopher Nkunku
Leipzigs Christopher Nkunku wurde in der Bundesliga zum «Spieler der Saison» gewählt.
Foto: Jan Woitas/dpa
Berlin – Ihre jeweilige Startelf geben RB Leipzig und der SC Freiburg erst kurz vor dem DFB-Pokalfinale am Abend bekannt. Mehrere Spieler sind für ihre Clubs aber nahezu unverzichtbar.

Die Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und der SC Freiburg kämpfen in Berlin um ihren jeweils ersten großen Titel. Sowohl auf Seiten der Sachsen als auch auf der der Badener gibt es eine Reihe von Topspielern, die im DFB-Pokal-Finale (20.00 Uhr/ARD und Sky) den Unterschied machen könnten.

Peter Gulacsi

Der ungarische Nationaltorhüter ist seit Sommer 2015 bei RB, erlebte den Bundesliga-Aufstieg und ist seitdem ein absoluter Leistungsträger. Zusammen mit Willi Orban, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen will er nun den langen, gemeinsamen Weg aus Liga zwei mit dem ersten Titel krönen. «Der Hunger ist extrem groß. Wir wissen, was der Titelgewinn dem Verein, der Stadt und der Region bedeutet.»

Willi Orban

Leipzigs Verteidiger gilt als Musterprofi. Teure Autos, Luxus oder Skandale sind ihm fremd. Er denkt 24 Stunden am Tag nur an Fußball. Unter Ex-Trainer Julian Nagelsmann war er hinter Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté oft nur die Nummer drei im defensiven Zentrum. Aber wenn er spielte, war auf Orban Verlass. Jetzt ist er der Abwehrchef. Er ist zwar kein Topsprinter, dafür aber ein robuster Zweikämpfer, der vor allem bei Standards die Lufthoheit hat.

Christopher Nkunku

Der Franzose ist der Zauberfuß bei RB - ein Edeltechniker und extrem dribbelstark. Die Bundesliga-Kapitäne wählten den 24-Jährigen zum «Spieler der Saison». Der Topscorer macht fast immer den Unterschied. «Seitdem ich hier bin, ist er komplett explodiert», scherzte Tedesco und ergänzte: «Dass Christo aktuell Tore wie am Fließband schießt, hängt auch damit zusammen, dass die Mannschaft funktioniert. Er ist dann der Nutznießer am Ende einer Kette, die aufeinander abgestimmt ist.»

Mark Flekken

Der SC-Keeper fiel wegen einer Ellenbogenverletzung fast für die komplette Vorsaison aus - und meldete sich dann überraschend stark zurück. In zehn Liga-Partien hielt er diese Spielzeit hinten die Null. Dazu schaffte der 28-Jährige den Sprung ins niederländische Nationalteam. Gegen Dänemark (4:2) und Deutschland (1:1) bestritt der Torhüter Ende März seine ersten A-Länderspiele für Oranje. Nun hofft er auch auf ein Ticket für die WM im kommenden Winter in Katar.

Nico Schlotterbeck

Der Verteidiger bestreitet sein vorerst letztes Spiel für Freiburg. Vor seinem Wechsel zu Borussia Dortmund würde sich der 22-Jährige nur allzu gerne mit einem Titel verabschieden - und damit auch seine persönliche Gala-Saison krönen. Schlotterbeck entwickelte sich zum Nationalspieler und hatte großen Anteil daran, dass der SC phasenweise die beste Defensive der Liga stellte.

Vincenzo Grifo

Der Linksaußen ist ein begnadeter Techniker und mit für Freiburgs große Stärke bei Standardsituationen verantwortlich. Gerade in engen Spielen können seine scharf getretenen Frei- und Eckstöße ein entscheidender Faktor sein. Dass er kurz vor der EM im vergangenen Jahr aus Italiens Kader gestrichen wurde und deshalb den Titel verpasste, schmerzte den 29-Jährigen sehr. Womöglich kann er sich nun ja mit seinem ersten großen Erfolg auf Vereinsebene trösten.