Aufsichtsratschef Fischer zieht sich von Kickers zurück
Geschäftsführer Thorsten Fischer
Aufsichtsratsvorsitzender der Würzburger Kickers, Thorsten Fischer.
Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
Würzburg – Aufsichtsratsvorsitzender Thorsten Fischer zieht sich von den Würzburger Kickers zurück. Das teilte der Fußball-Drittligist am Montag mit und gab damit eine Zäsur im Verein bekannt. Fischer war die treibende Kraft bei der Rückkehr der Kickers nach Jahrzehnten der Abstinenz in den Profifußball. «Ich halte den Zeitpunkt für gekommen, dass sich die strategischen und operativen Verantwortlichkeiten bei den Kickers neu ordnen und breiter aufstellen sollten», begründete Fischer seine Entscheidung.

Er war seit 2014 Aufsichtsratschef gewesen. 2015 gelang mit dem damaligen Trainer Bernd Hollerbach der Aufstieg in die dritte Liga. Seitdem war der Verein sogar zweimal in der 2. Bundesliga vertreten gewesen.

Die Entscheidung sei das «Ergebnis zahlreicher und intensiver Gespräche in den letzten Wochen», sagte Fischer. Der Chef der Onlinedruckerei Flyeralarm hatte andere Vorstellungen für die Zukunft des Vereins. Er hielt eine Neuaufstellung des Clubs in der Regionalliga «für ein Gebot der Sachlichkeit und Situation».

Fischer schrieb: «Eine nachhaltige Strategie mit Blick auf die gezielte Förderung der eigenen Jugend sowie der Talente aus der Region sollte neben einer bodenständig strukturellen Weiterentwicklung die Basis darstellen, um nachhaltig und gestärkt zu einem späteren Zeitpunkt in die 3. Liga zurückzukehren.»

Die Kickers belegen in der Saison nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga in der 3. Liga den vorletzten Tabellenrang. «Selbstverständlich bleibe ich der AG und der gesamten Kickers-Familie als Sponsor und Ratgeber erhalten und verbunden. Insbesondere werde ich mich persönlich zum Erhalt unseres bestehenden
professionellen Nachwuchsleistungszentrum einsetzen», erklärte Fischer.

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