Neuschnee führt zu zahlreichen Unfällen und Lawinen
Neuschnee in den Bergen
Tourengeher durchstreifen die mit Neuschnee bedeckte Landschaft im Skigebiet Grasgehren.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
München – Schneefall und glatte Straßen haben in weiten Teilen Bayerns zu Unfällen geführt. Mehrere Menschen sind dabei verletzt worden.

Nach anhaltenden Schneefällen ist es am Wochenende in Bayern zu etlichen Glätteunfällen gekommen, mehrere Menschen sind dabei verletzt worden. Insbesondere am Samstag hatte es in vielen Teilen des Freistaates erheblich geschneit, am Sonntag nahmen die Niederschläge ab.

Nach dem Neuschnee stieg in den Alpen auch die Lawinengefahr. Am Sonntag gab es im Chiemgau auch mehrere Lawinenabgänge, dabei wurde nach ersten Angaben ein Mensch leicht verletzt. Der Lawinenwarndienst stufte das Risiko allerdings bereits wieder etwas zurück. Am Samstag galt an einzelnen Orten der Region vorübergehend die Warnstufe vier, die zweithöchste.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte für den Wochenanfang kaum noch Regen und Schnee an. Mit Glätte müssen die Menschen allerdings dennoch rechnen. Bei Nachttemperaturen von bis zu minus acht Grad könne es auch gefrierende Nebelfeuchtigkeit geben, warnten die Meteorologen.

Besonders am Samstag meldete die Polizei eine Reihe von Unfällen nach Schneefällen. Beim schwäbischen Bad Wörishofen kam eine 36 Jahre alte Frau auf schneebedeckter Fahrbahn zunächst von der Straße ab und fuhr dann auf die Gegenfahrbahn, wo es zum Frontalzusammenstoß kam. Die Frau wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, der 60-Jährige in dem anderen Auto wurde leicht verletzt.

Auf der Autobahn 72 bei Trogen (Landkreis Hof) kam ein Lastwagen am Samstagmorgen auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und touchierte dabei mehrere Schutzplanken. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Es entstand ein Sachschaden von 70.000 Euro.

Auch auf der Autobahn 9 bei Münchberg (ebenfalls Landkreis Hof) kam es zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Streufahrzeug. Beide Fahrzeuge wollten die Autobahnausfahrt nehmen, wobei sie zusammenstießen. Dabei wurde der Tank des Lastwagens aufgerissen und es liefen etwa 100 Liter Diesel aus. Die Autobahn war während der Bergung über mehrere Stunden nur einspurig befahrbar.

Am Samstagabend verunglückte in Niederbayern ein jugendlicher Zweiradfahrer schwer. Der 17-Jährige war in einer Rechtskurve bei Pfeffenhausen (Landkreis Landshut) gestürzt. Er wurde den Angaben zufolge mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht. Zunächst war aber nicht ganz klar, ob der Motorradfahrer durch Glätte verunglückte.

Bereits am Freitagabend war die Autobahn 73 bei Meeder (Landkreis Coburg) aufgrund zweier aufeinanderfolgender Unfälle für mehr als eine Stunde gesperrt. Ein Mann hatte auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto mit Anhänger verloren und fuhr auf der linken Seite in die Leitplanke.

Durch den Aufprall wurde der Anhänger abgerissen und in den Straßengraben geschleudert. Ein kurz darauf auf die Unfallstelle zufahrendes Auto bremste ab. Jedoch konnte ein dahinter fahrender Wagen nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte in das vorausfahrende Auto. Verletzt wurde niemand.

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