Justizministerium
Minister: Gute Resonanz für Projekt zum Schutz von Kindern
Georg Eisenreich
Georg Eisenreich (CSU), bayerischer Justizminister.
Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild
München/Bamberg – Knapp ein halbes Jahr nach dem Start des Projektes «Hellfeld» zur Prävention von Sexualstraftaten an Kindern zieht Bayerns Justizminister Georg Eisenreich ein erstes positives Fazit. «Das Projekt wurde sehr gut angenommen. Seit dem Projektstart am 1. Januar dieses Jahres haben in Bamberg bereits 23 Erstgespräche stattgefunden», sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in München.

Das bei der Sozialstiftung Bamberg angesiedelte Projekt richtet sich an Personen mit laufenden Ermittlungs- oder Strafverfahren wegen Sexualstraftaten an Kindern oder Konsums von Kinderpornografie. Ihnen kann hier anders als im Präventionsnetzwerk «Kein Täter werden» ein Behandlungsangebot gemacht werden. «Die Erweiterung des Therapieangebots ist wichtig, da diese Personen oft besonders offen für psychotherapeutische Behandlungen sind. Mit dem Projekt «Hellfeld» verbessern wir die therapeutische Versorgung weiter», betonte Eisenreich.

Personen, gegen die wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern oder kinderpornographischer Inhalte ermittelt wird und die sich mit den Ursachen und Möglichkeiten zur Verhinderung zukünftiger Straftaten auseinandersetzen möchten, können sich telefonisch oder per E-Mail bei der Sozialstiftung Bamberg melden. Hier erhalten sie Informationen zur Behandlung und können persönliche Termine vereinbaren.

Ralf Bergner-Köther, Psychologischer Psychotherapeut und Leiter des Präventionsprojekts betonte, er hoffe, das Projekt auch bald in anderen Städten anbieten zu können. «So helfen wir Betroffenen und Kindern in gleichem Maße.»

«Der Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch hat im Freistaat höchste Priorität. Deshalb haben wir unsere Strafverfolgungsstrukturen optimiert», sagte Eisenreich. Aber auch die Prävention sei ein wichtiger Baustein im Maßnahmenpaket. «Hinter jedem Missbrauchsfall und jedem kinderpornografischen Bild oder Video steht das unfassbare Leid eines Kindes. Wir wollen sexuellen Missbrauch von vornherein bestmöglich verhindern.»

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