Betrug
Mutmaßliche Anlagebetrüger verhaftet: Hoher Schaden
Blaulicht
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs.
Carsten Rehder/dpa/Symbolbild
von dpa
Bamberg/Fürstenfeldbruck – Bayerische Ermittler haben drei mutmaßliche Mitglieder einer zyprischen Bande von Anlagebetrügern verhaftet. Die zwei Frauen und der Mann sollen deutsche Anleger um Beträge in Millionenhöhe gebracht haben, teilte die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Montag mit.

Alle drei seien nach Deutschland ausgeliefert worden und säßen in Untersuchungshaft, hieß es. Gegen die zwei Frauen im Alter von 28 und 32 Jahren erhob die ZCB im November Anklage. Den Erkenntnissen der Ermittler zufolge operierten die mutmaßlichen Betrüger aus einem Callcenter in der «Türkischen Republik Nordzypern», die nicht von der zyprischen Regierung kontrolliert wird.

Ein mutmaßlich geschädigter Mann aus dem oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck hatte im Januar 2022 Anzeige erstattet, wie die ZCB mitteilte. Zuvor hatte er den Angaben zufolge rund eine halbe Million Euro auf einer Trading-Plattform im Internet investiert. Doch er bekam nie etwas ausgezahlt.

Im April 2022 nahmen Bundespolizisten die 32-jährige Verdächtige am Frankfurter Flughafen fest. Nach Angaben der Ermittler verursachte sie einen Schaden von rund 1,7 Millionen Euro. Die 28 Jahre alte Frau wurde im Juli von zyprischen Behörden in Nikosia festgenommen. Sie soll Anleger um rund 200.000 Euro geprellt haben. Den 36-jährigen Mann nahm die Polizei im August in Griechenland fest.

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