Neonazi-Netzwerk
Mutmaßliche «Blood & Honour»-Funktionäre im Juni vor Gericht
Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.
Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
München – Am Landgericht München I beginnt im Juni ein Prozess gegen mutmaßliche Funktionäre des verbotenen Neonazi-Netzwerks «Blood & Honour». Vom 20. Juni an sind 46 Prozesstermine angesetzt, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Unter den elf Angeklagten befinden sich nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft München der mutmaßliche «Divisionschef Deutschland» und drei weitere «Sektionschefs» aus Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen.

Sie sollen die im September 2000 vom Bundesinnenministerium verbotene Organisation fortgeführt und rechtsextremistisches Gedankengut verbreitet haben. Beispielsweise sollen sie Musik-CDs mit verbotenem Rechtsrock und Merchandising-Artikel mit verbotenen rechtsradikalen Symbolen verkauft und an Rechtsrock-Konzerten teilgenommen haben.

Angeklagt sind sie wegen Verstoßes gegen ein Vereinigungsverbot, vier von ihnen auch wegen des Verdachts der Volksverhetzung, drei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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