Kultur
Neuer «Lohengrin» für Bayerische Staatsoper
Bayerische Staatsoper
Die Aussenansicht der Bayerischen Staatsoper in München.
Felix Hörhager/dpa/Archiv
von dpa
München – Die Bayerische Staatsoper hat einen neuen «Lohengrin». «Der «Lohengrin» hat eine besondere Bedeutung für dieses Haus», sagte Opernintendant Serge Dorny am Samstagabend nach der Premiere der Neuinszenierung der Richard-Wagner-Oper in München - und dankte dem gesamten Ensemble für eine «herausragende» Leistung.

Zuvor hatte es viel Applaus gegeben für die insgesamt eher schlichte, weitgehend klassische Neuproduktion von Regisseur Kornél Mundruczó und Dirigent François-Xavier Roth, der Teile des Orchesters - die Fanfaren - vom Zuschauerraum aus spielen ließ.

Johanni van Oostrum als Elsa von Brabant und Mika Kares als König Heinrich begeisterten das Publikum. Auch Klaus Florian Vogt in der Titelrolle wurde gefeiert.

Regisseur Mundruczó verzichtete auf eine überraschende Interpretation der romantischen Schwanenritter-Oper und erzählte die Geschichte über die Hoffnung auf den Erlöser von Brabant mit viel Pathos und in weitgehend weiß gehaltenem Bühnenbild.

Bei den Bayreuther Festspielen hatte der «Lohengrin» in diesem Jahr Schlagzeilen gemacht, weil Intendantin Katharina Wagner darauf bestand, dass das Wort «Führer» am Ende der Oper gestrichen und durch «Schützer» ersetzt wird. Dirigent Christian Thielemann konnte diese Entscheidung nicht nachvollziehen.

In der Münchner Neuinszenierung werde «Schützer von Brabant» gesungen, hatte Dirigent Roth in einem Interview des «Münchner Merkur» über die Aufführung an der Bayerischen Staatsoper gesagt. Bei der Premiere erklang dann allerdings nicht «Schützer», sondern doch «Führer».

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