Fest
Oktoberfest: Festleitung zieht Halbzeit-Bilanz
Oktoberfest - Zweites Wochenende
Über dem Eingang des Augustiner-Festzelt hängt ein Schild mit der Aufschrift "Haupteingang geschlossen".
Foto: Felix Hörhager/dpa
von dpa
München – Mal nasskalt, mal sonnig - und durchweg entspannt: Erstmals nach zwei Jahren Zwangspause wird in München wieder das Oktoberfest gefeiert. Die erste Hälfte des Festes ist schon vorbei.

Mit weniger Gästen, dafür entspannt und ohne Gedränge: Das Münchner Oktoberfest hat nach zwei Jahren Corona-Zwangspause seinen Neustart absolviert. An diesem Sonntag wollen die Festleitung sowie Polizei, Feuerwehr und der Sanitätsdienst Aicher Ambulanz ihre Halbzeitbilanz ziehen.

Zum Ende der ersten Woche sorgte vor allem am Freitag nach einem nasskalten Auftakt sonniges Herbstwetter für regen Besucherzustrom. Laut Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU) kamen unerwartet viele Touristen. Vor allem Briten und US-Amerikaner feiern demnach in großer Zahl. Ein Grund für das Interesse speziell der Amerikaner könnte der für sie günstige Euro-Kurs sein.

Auch Ältere scheuten den Wiesnbesuch nicht - trotz der Gefahr einer Corona-Ansteckung. Zudem lockte das Fest viele Familien an. Laut Festleitung klagen bisher weder Wirte noch Sicherheitsdienst über größere Personalausfälle wegen Covid-19. Wissenschaftler wie Politiker rechnen allerdings mit einer Corona-Welle nach der Wiesn. Immer wieder schnellten etwa eineinhalb bis zwei Wochen nach dem Start von Volksfesten die Inzidenzen hoch.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zum Testen vor dem Zeltbesuch gemahnt - aus «Rücksicht auf andere». Vorerkrankten riet er vom Besuch ab. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hätte am liebsten eine 1G-Wiesn nur für Getestete gehabt.

Die Wiesn dauert einen Tag länger bis zum 3. Oktober, da der Tag der Deutschen Einheit auf den Montag nach dem letzten Wiesn-Sonntag fällt.

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