Verbrechen
Prozess um Mord an 67-Jähriger: Angeklagter sagt nicht aus
Justitia
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
von dpa
München – Im Prozess um den Mord an einer wohlhabenden Münchnerin hat der Angeklagte die Aussage am Dienstag verweigert. «Der Angeklagte hat sich nicht eingelassen», sagte ein Sprecher des Landgerichts München I nach dem Verhandlungsauftakt.

Der Angeklagte ist der Vater eines Untermieters der 67-Jährigen. Der Mann aus Bosnien-Herzegowina soll extra aus seiner Heimat nach München gereist sein, um die Frau zu bestehlen. Von seinem Sohn wusste er nach Angaben der Staatsanwaltschaft, dass sie immer viel Bargeld im Haus hatte.

Der Mann habe sich «in der Vergangenheit seinen Lebensunterhalt vorwiegend durch die Begehung von bewaffneten Raubüberfällen verdient» und sich außerdem «in einer schlechten finanziellen Lage» befunden.

Am ersten oder zweiten Weihnachtstag 2020 soll er dann bei der Vermieterin seines Sohnes eingebrochen sein. Als er die Hausbesitzerin dort unverhofft antraf, soll er sie getötet haben - «um die Aufdeckung seines Wohnungseinbruchsdiebstahls zu verhindern und sich aus rücksichtslosem Gewinnstreben um jeden Preis unberechtigt in den Besitz von Wertgegenständen und Bargeld der Geschädigten zu bringen», wie es in der Anklage heißt.

Er soll mit massiver Gewalt mindestens acht Mal auf den Kopf und mindestens einmal auf den Brustkorb der Frau eingeschlagen und eingetreten haben. Wann genau die Frau infolge ihrer schweren Verletzungen und des Blutverlustes starb, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft unklar. Eine Untermieterin fand ihre Leiche am 27. Dezember.

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